DAX: Jetzt wieder in Richtung Allzeithoch?
Mit dem Beginn des Krieges im Iran Ende Februar hatte die DAX-Rally ein abruptes Ende gefunden und war im März zeitweise deutlich unter die Marke von 23.000 Punkten gesunken. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und die Märkte setzen (oder hoffen) verstärkt auf Frieden in der Region.
Zuletzt schien eine Einigung zwischen den Konfliktparteien nah zu sein, weshalb der DAX gestern über die 25.000 Punkte kletterte – aktuell notiert der Leitindex ebenfalls im Bereich der runden Marke (Stand: 7. Mai 2026, ca. 10 Uhr). Damit ist das Allzeithoch von rund 25.500 Punkten nicht mehr weit. Ist der Weg für neue Rekorde schon frei?
DAX profitiert von Hoffnungen
In den vergangenen Wochen gab es vor allem von US-amerikanischer Seite aus Nachrichten in beide Richtungen: Ultimaten und Drohungen wechselten sich ab mit Beschwichtigungen und Friedensbemühungen. Entsprechend groß ist auch die Unsicherheit an den Märkten. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass der Krieg nicht fortgesetzt wird.
Insofern erscheint die jüngste Rally (plus 12 Prozent in den letzten 6 Wochen) nachvollziehbar zu sein. Anleger sollten jedoch bedenken, dass auch der Sprung über die 25.000 Punkte im Grunde nur Vorschusslorbeeren sind. Je nachdem wie sich der Konflikt in den nächsten Tagen entwickelt, sind auch beim DAX jederzeit Rückschläge möglich. Auf der anderen Seite: Ein dauerhafter Frieden könnte die Indizes durchaus weiter beflügeln – auch in Richtung Allzeithoch.
Darauf kommt es nun an
Da der Krieg im Iran offensichtlich keine Gewinner kennt und bei der US-Bevölkerung alles andere als beliebt ist, wird das Friedensszenario wahrscheinlicher. Genau darauf setzen aktuell die Indizes wie der DAX. Es bleibt allerdings buchstäblich ein Spiel mit dem Feuer, wie es hierbei weitergeht, ist weder beeinflussbar noch vorhersehbar.
Etwas konkreter und messbarer wirken sich hingegen die Quartalsberichte aus. Die Berichtssaison erreicht ihren Höhepunkt, zuletzt haben unter anderem BMW und Infineon ihre Bücher geöffnet und teilweise positiv überrascht. Für Anleger bleibt die Lage eher unübersichtlich, sowohl deutliche Rücksetzer als auch neue Rekorde sind denkbar.