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DAX: Berichtssaison macht Hoffnung

DAX: Berichtssaison macht Hoffnung
peshkov / stock.adobe.com
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Die Liste der positiven Meldungen ist im Vergleich zum bisherigen Jahresverlauf lang: Der Gaspreis ist auf den niedrigsten Stand seit Juni gefallen, es gibt Gerüchte, dass der nächste Zinsschritt der Fed geringer ausfallen könnte und die bisherigen Quartalszahlen der deutschen Unternehmen machen Mut.

Vor allem aber geben die US-Märkte Rückenwind: Dow Jones, S&P 500 und auch der Nasdaq klettern angetrieben von zum Teil überraschend starken Quartalsberichten der Unternehmen. Unter anderem einige der großen Banken konnten die Erwartungen der Analysten übertreffen. Bereits in den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob der Trend anhält – denn nun kommen die Zahlen der Tech-Schwergewichte.

Alphabet und Microsoft in den Startlöchern

Bereits am heutigen Dienstag, 25. Oktober veröffentlichen die Tech-Riesen Alphabet und Microsoft ihre neuesten Zahlen. Mittwoch folgt Meta sowie Donnerstag Apple und Amazon. Den Quartalszahlen der Technologie-Werte wird eine große Bedeutung beigemessen. Überraschen sie positiv, zieht das in der Regel den Gesamtmarkt mit nach oben, gibt es hingegen Enttäuschungen, geht es nach unten.

Die Auswirkungen sind aber nicht nur jenseits des Atlantiks zu spüren. In der Vergangenheit – so auch in den letzten Tagen – hat sich immer wieder gezeigt, dass die US-Märkte den Takt vorgeben und sich der DAX daran orientiert.

Dabei sollten Anleger jedoch nicht den Fehler machen und die deutsche Berichtssaison ganz aus den Augen verlieren. Hierzulande nimmt die Saison erst so richtig Fahrt auf, in den nächsten Tagen veröffentlichen unter anderem BASF, Mercedes-Benz und Volkswagen ihre Zahlen. Die größten Impulse dürfte dennoch der US-Markt liefern.

Steuert der DAX auf versöhnlichen Jahresabschluss zu?

Gibt es weiterhin positive Überraschungen bei den Quartalszahlen in Frankfurt und an der Wall Street, so kann das schlechte Börsenjahr 2022 noch vergleichsweise versöhnlich enden. Ein nachhaltiger Sprung über die derzeitig umkämpfte Marke von 13.000 Punkten ist dann sicher möglich – sollten sich die Hoffnungen einiger Analysten auf langsamere Zinssteigerungen der Notenbanken bewahrheiten, ist das sogar sehr wahrscheinlich.

Auf der anderen Seite sollten sich Börsianer keine Illusionen machen: Deutschland, Europa und ggf. auch die USA steuern auf eine Rezession in 2023 zu – in Kombination mit einer belastend hohen Inflationsrate. Das ist kein guter Nährboden für nachhaltige Kurssteigerungen. Dabei sollten sich Anleger aber auch einiger guter Einstiegsmöglichkeiten bewusst sein. Denn wenn sich abzeichnet, dass die Abschwungphase dem Ende entgegengeht, könnte der Wind ebenso schnell wieder drehen.