DAX verliert Halt: 24.265 Punkte als Rettung?

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der deutsche Aktienmarkt zeigt sich zum Wochenausklang von seiner schwächeren Seite. Nachdem das Börsenbarometer in den vergangenen Handelstunden bereits spürbar an Momentum verloren hatte, trübt sich das kurzfristige technische Bild nun weiter ein. Investoren stellen sich derzeit die Frage, ob es sich lediglich um eine gesunde Atempause handelt oder ob ein tieferer Einschnitt bevorsteht.

DAX (DE0008469008) im Minus: Schwächeanfall im Xetra-Handel

Im Verlauf des frühen Freitagnachmittags notiert der Leitindex DAX (ISIN: DE0008469008) im Leitmarkt Xetra bei rund 24.430 Punkten. Damit setzt der Markt die Konsolidierung der Vortage fort und verbucht gegenüber dem gestrigen Schlusskurs, der noch bei über 24.660 Zählern lag, deutliche Abschläge. Internationale Finanzportale und US-Wirtschaftsbeobachter berichten übereinstimmend von einer anhaltenden Zurückhaltung der Marktteilnehmer. Vor dem Hintergrund makroökonomischer Unsicherheiten nutzen viele Investoren die aktuelle Phase, um nach der vorangegangenen Kursrallye vermehrt Gewinne abzusichern.

Charttechnik: Warum die Unterstützung bei 24.265 Punkten so wichtig ist

Für charttechnisch orientierte Anleger hat sich die Lage in den letzten Stunden objektiv verschärft. Im Zuge der jüngsten Verkaufswelle ist der Index dynamisch unter die viel beachteten 20- und 50-Tage-Linien gerutscht. Diese gleitenden Durchschnitte, die gegenwärtig bei rund 24.550 beziehungsweise 24.750 Punkten verlaufen, gelten als entscheidende Gradmesser für den kurz- und mittelfristigen Trend. Da beide Signal-Linien nun nach oben hin als Widerstände fungieren, richten Analysten ihren Blick unweigerlich auf das Potenzial nach unten.

Als zentraler Rettungsanker kristallisiert sich nun die 200-Tage-Linie (SMA 200) heraus, die bei exakt 24.265 Zählern verläuft. Sollte der Verkaufsdruck anhalten und auch diese elementare Unterstützung auf Tagesschlussbasis fallen, droht laut Experten eine Ausweitung der technischen Korrektur. Solange der Index jedoch über dieser langfristigen Auffanglinie notiert, bleibt die übergeordnete Aufwärtsstruktur der vergangenen Monate intakt.

Gewinner und Verlierer: Infineon trotzt dem Abwärtstrend

Trotz der allgemein eingetrübten Marktstimmung gibt es auf Einzeltitelebene durchaus Lichtblicke. So zeigt sich beispielsweise die Aktie des Chipkonzerns Infineon heute in einer überaus robusten Verfassung und zählt zu den stärksten Werten im DAX, unterstützt von Papieren wie Continental und BASF. Am anderen Ende des Spektrums finden sich derweil Anteilsscheine von Rheinmetall und der Allianz, die am heutigen Handelstag überdurchschnittlich stark unter die Räder kommen und das Barometer entsprechend belasten.

Die kommenden Handelstage dürften somit richtungsweisend für den deutschen Leitindex werden. Gelingt eine schnelle Rückeroberung der kurzfristigen Durchschnittslinien, könnte der aktuelle Rutsch rasch wieder ausgeglichen werden. Bleibt der Befreiungsschlag jedoch aus, rückt die 24.265-Punkte-Marke unweigerlich in den direkten Fokus der Akteure.