Cewe profitiert vom Weihnachtsgeschäft

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Es sind nur noch wenige Tage bis zum Weihnachtsfest. Aber die vermeintlich besinnlichen Adventstage sind für viele Unternehmen besonders arbeitsintensiv. Hierzu zählen vor allem Firmen, deren Produkte auf dem Gabentisch landen.

Daher möchte ich Ihnen in einer kleinen Reihe mittelständische Unternehmen vorstellen, für die das Jahresendgeschäft besonders wichtig ist. Beginnen möchte ich mit der Cewe Stiftung & Co. KGaA, Europas führendem Foto-Service- und Onlinedruck-Anbieter.

Cewe im Kurzporträt

Die in Oldenburg ansässige Cewe Stiftung & Co. KGaA ist laut eigenen Angaben Europas führender Spezialist für Fotoservice und erfolgreicher Anbieter im kommerziellen Online-Druck. Das Unternehmen aus dem hohen Norden ist in den Geschäftsfeldern Fotofinishing, kommerzieller Online-Druck und Einzelhandel tätig.

Neben den bekannten Cewe-Fotobüchern produziert das Unternehmen Wandbilder, Kalender, klassische Fotoabzüge sowie eine Vielfalt an Fotogeschenken. Allein im vergangenen Jahr produzierte Cewe 5,85 Mio. Fotobücher. Die Zahl der von Cewe entwickelten Fotoabzüge belief sich in dem Zeitraum auf 2,23 Mrd. Exemplare.

Darüber hinaus zählen auch Geschäftsdrucksachen wie Briefpapier, Visitenkarten und Werbemittel zum Portfolio des Unternehmens. In Polen, Tschechien, der Slowakei, Norwegen und Schweden sowie in Oldenburg betreibt Cewe Multi-Channel-Konzepte in Form stationärer Läden und Online-Shops.

Dort bietet das Unternehmen eine Auswahl an Kameras, Objektiven und Zubehör, Dienstleistungen sowie das gesamte Cewe Fotofinishing-Sortiment an. Darüber hinaus vertreibt Cewe seine Fotoprodukte auch über 20.000 Einzelhandels-Partner wie z.B. DM, Rossmann, Ringfoto, Saturn, Kaufland, Edeka und Amazon.

Das bereits 1912 gegründete Unternehmen befindet sich auch heute noch zu großen Teilen im Besitz der Familie Neumüller. Die Aktie ist im SDAX gelistet. Cewe ist mit 4.000 Mitarbeitern in 21 Ländern präsent.

Gute Neunmonatszahlen

Im laufenden Jahr hat Cewe bisher gute Zahlen vorgelegt. So konnte das Unternehmen in den ersten neun Monaten seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreswert um 8,9% auf 453,2 Mio. Euro steigern.

Ähnlich positiv fiel auch die Entwicklung beim operativen Gewinn (EBIT) aus. Dort lag der Wert für den Zeitraum Januar bis September 2023 bei 2,3 Mio. Euro. Das waren 3,7 Mio. Euro mehr als im Vorjahr, wo der Neunmonatswert noch bei -1,4 Mio. Euro gelegen hatte (Cewe erwirtschaftet fast immer den Großteil des Jahresgewinns im vierten Quartal).

Cewe gab sich bei der Bekanntgabe der Neunmonatszahlen zuversichtlich, dass auch die Jahresziele erreicht werden, wie ein Statement der Cewe-Chefin Yvonne Rostock deutlich macht: „Auf Basis der positiven Entwicklung der ersten neun Monate, unserer sehr guten Vorbereitung des Weihnachtsgeschäfts und unseres robusten Geschäftsmodells sehen wir uns für das Gesamtjahr 2023 weiter klar auf Zielkurs.“

Konkret rechnet das Unternehmen damit, beim Umsatz 2023 einen Wert in der Bandbreite von 720 bis 780 Mio. Euro zu erreichen. Das operative Ergebnis (EBIT) wird 2023 in einem Korridor von 70 bis 82 Mio. Euro erwartet.

Seit Jahresbeginn stieg der Kurs der Cewe-Aktie um knapp 14%. Auf dem aktuellen Kurs- und Bewertungsniveau hat das Papier nach meinen Berechnungen kurzfristig nicht mehr allzu viel Luft nach oben. Auf längere Sicht könnte die Aktie aber auch für Dividendenjäger interessant sein, weil das Unternehmen ein sehr verlässlicher Dividendenzahler ist.