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Warum Ihnen bei BioNTech jetzt langfristige Renditen winken!

Inhaltsverzeichnis

Die BioNTech-Aktie war der Corona-Überflieger schlechthin. Schauen Sie: Noch im August 2021 hatte das Papier des deutschen Impfstoffentwicklers bei mehr als 300 Euro notiert. Doch inzwischen hat sich der Highflyer merklich abgekühlt – und die Aktie ist nur noch halb so viel wert (Stand: 11.01.2023, 10:00 Uhr).

Coronavirus verliert seinen Schrecken – Impfstoffnachfrage bricht ein

Der Grund ist relativ einfach: Das Coronavirus ist in den meisten Staaten unter Kontrolle, es gibt kaum noch Restriktionen und wesentlich weniger staatliche Anreize zur Impfung. Entsprechend ist die Nachfrage nach Corona-Impfstoffen in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen.

Wurden im März 2021 in Deutschland noch rund 200.000 Menschen pro Tag gegen das Coronavirus geimpft, sind es aktuell nur noch 9.000 tägliche Impfungen (via RKI; Daten vom 10.01.2023). Da die Staaten deshalb ihre Bestellungen bei Firmen wie BioNTech zurückfahren, muss der Wirkstoffforscher aus Mainz Einschnitte hinnehmen. So erzielte BioNTech im dritten Quartal 2022 einen Gewinn von 1,78 Milliarden Euro und damit in etwa nur noch halb so viel wie im Vorjahresquartal. Und auch der Umsatz krachte signifikant ein.

BioNTech braucht neuen Game-Changer

Klar: Für ein relativ kleines Unternehmen wie BioNTech ist das immer noch ein herausragender Profit. Doch die Tendenz geht angesichts der sich abschwächenden Pandemie bzw. Endemie eher nach unten.

Aus diesem Grund muss BioNTech nun einen neuen Game-Changer erschaffen, um die in der Corona-Pandemie gewonnene Stärke in eine langfristige Zukunft zu führen. Vor wenigen Tagen haben die Mainzer hierzu einen interessanten Coup gelandet.

Mainzer wollen KI-Startup InstaDeep übernehmen

Vielleicht haben Sie es auch schon in den Medien gelesen: BioNTech will ein britisches Startup kaufen, das sich auf die Künstliche Intelligenz (KI) spezialisiert hat. Namentlich: InstaDeep. Der deutsche Wirkstoffforscher plant für die Übernahme eine Zahlung von umgerechnet 410 Millionen Euro in bar sowie in eigenen Aktien. Die Akquisition wäre somit der größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte der Mainzer BioTech-Firma.

Aber was hat BioNTech mit InstaDeep vor? Die Mainzer wollen die KI-Technologie der Briten nutzen, um die Entwicklung neuer Immuntherapien zu beschleunigen. Hierfür sollen gemeinsame Innovationslabore aufgebaut werden. Neben Infektionskrankheiten soll es hier vor allem um mRNA-Impfstoffe gegen Krebs gehen.

Impfstoffe gegen Krebs

Lange vor der Corona-Pandemie hatte sich BioNTech mit dem Ziel gegründet, solche Vakzine marktreif zu machen. So soll eine Impfung mit Messenger-RNA das Immunsystem befähigen, Tumorzellen selber bekämpfen zu können. Hierfür werden dem Patienten Erbinformationen des Tumors verabreicht. Zellen im Muskelgewebe können dann spezifische Antigene herstellen und den Krebs im besten Falle eliminieren.

Das gilt laut Forschern vor allem für Patienten, die bereits eine Tumor-OP hinter sich haben. Dabei werden Krebszellen chirurgisch aus dem Körper entfernt. In der Regel bleiben hier aber Tumorzellen zurück, weshalb man oftmals eine Chemotherapie durchführt. Diese geht jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen einher. Genau hier könnten die Impfstoffe eine deutlich verträglichere Alternative darstellen, um den Krebs vollständig zu tilgen.

BioNTech jedenfalls sieht sich auf Kurs. Im letzten Jahr hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA einem Therapiekandidaten des Unternehmens den sogenannten „Prime“-Status verliehen. Jener (mögliche) Krebsimpfstoff genießt seither hohe Priorität und soll in einem beschleunigten Verfahren getestet und später hoffentlich zugelassen werden.

BioNTech will mit InstaDeep zum Tech-Player werden

Ziel sei es, bis 2030 bis zu 10.000 Patienten mit personalisierten Krebsimmuntherapien zu behandeln, so BioNTech. Die Lösungen von InstaDeep im Bereich Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen sollen dabei unterstützen.

Die Übernahme von InstaDeep ermögliche es BioNTech, die sich rasch weiterentwickelnden KI-Fähigkeiten der digitalen Welt in unsere Technologien sowie Wirkstoff- und Arzneimittelforschung, Herstellung und Bereitstellungsabläufe einzubinden, betonte Firmenchef Ugur Sahin. BioNTech wolle zu einem Technologieunternehmen werden, in dem die KI nahtlos in alle Abläufe integriert sei.

Tatsächlich greifen die Mainzer schon seit Längerem auf die Technologie von InstaDeep zurück. Dabei ging es beispielsweise um die Entwicklung von speziellen Algorithmen, um die Bestimmung sogenannter Neoepitope zu verbessern. Vereinfach gesagt, können diese Peptide bzw. Moleküle eine Immunantwort auf Krebs auslösen.

Mein Fazit für Sie

Die goldenden Corona-Jahre sind für BioNTech vorüber. Nun ist es an der Zeit, dass die Firma in die Zukunft blick. Mit der Gentherapie gegen Krebs verschafft sich BioNTech jedenfalls ein extrem aussichtsreiches Potenzial.

Die Übernahme von InstaDeep, die noch in der ersten Jahreshälfte 2023 abgeschlossen werden soll, unterstreicht meiner Meinung nach diese Perspektive – aber auch die Bedeutung Großbritanniens für die Mainzer. Schauen Sie: Wenige Tage vor der Kaufankündigung rund um InstaDeep hatte BioNTech Pläne zum Aufbau eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums zur Krebstherapie in Großbritannien angekündigt – mit Rückendeckung der britischen Regierung.

Natürlich kann BioNTech mit der Krebstherapie nicht von heute auf morgen Milliardengewinne erwirtschaften, wie es bei den Corona-Impfstoffen der Fall war. Als Anleger sollten Sie die BioNTech-Aktie deshalb mehr denn je als langfristiges Investment betrachten. Mit ausreichend Geduld kann Ihnen das Papier also immer noch satte Renditechancen bieten.