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Renditechance: Wo das wahre Potenzial von BioNTech liegt!

Inhaltsverzeichnis

Es war ein Aufschwung, den man dieser Form schon lange nicht mehr gesehen hatte. Sie werden es schon ahnen: Es geht natürlich um BioNTech. Vor etwas mehr als einem Jahr war der Mainzer Wirkstoffforscher und Corona-Impfstoffentwickler nach einer fulminanten Kursrallye an der Börse mehr als 100 Milliarden Dollar wert.

BioNTech-Aktie: der gefallene Börsen-Stern

BioNTech mit seinen wenigen Tausend Mitarbeitern war damit eines der höchstbewerteten deutschen Unternehmen. Doch diese Zeiten sind vorbei. Inzwischen liegt die Marktkapitalisierung gerade noch bei 32 Milliarden Dollar (Stand: 21.09.2022, 10:00 Uhr).

Die Börse hat die Aktie im laufenden Jahr also deutlich abgestraft. Der Grund ist relativ einfach: Der Kapitalmarkt sieht ein Abklingen der Corona-Pandemie und erwartet eine geringere Nachfrage nach Impfstoffen. Die Sonderkonjunktur, die Firmen wie BioNTech zu unglaublichem Ruhm verholfen hat, scheint demnach zu Ende zu gehen.

US-Präsident Biden erklärt Corona-Pandemie für beendet

Nun hat eine Aussage von US-Präsident Joe Biden die Verunsicherung bei den Anlegern auf die Spitze getrieben. So sagte Biden in einer Sendung des US-Fernsehnetzwerks CBS, dass die Pandemie vorbei sei. Man habe zwar immer noch ein Problem mit Corona, woran man auch arbeite. Aber niemand trage mehr Masken und alle scheinen in ziemlich guter Verfassung zu sein, konstatierte der Politiker.

Für die Aktionäre von BioNTech war das ein weiteres Warnsignal. Die Anleger schickten die Aktie daraufhin am 20. September nach unten. Aber nicht nur BioNTech verlor. Auch Moderna, Novavax und mit Abstrichen Pfizer mussten wegen der Aussage Bidens Rücksetzer hinnehmen.

Dabei gilt in den USA nach wie vor der Anfang 2020 verhängte Gesundheitsnotstand. Dieser soll laut Experten im Oktober noch einmal verlängert werden und dann wohl im nächsten Januar auslaufen. Und noch vor wenigen Wochen hatte das Weiße Haus weitere Milliardengelder vom Kongress eingefordert, um das Test- und Impfangebot auch im Herbst hoch halten zu können.

BioNTech musste schon in Q2 Abstriche machen

Wirklich vorbei ist die Pandemie also noch nicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa spricht lediglich von einem Ende, das in Sicht sei. Für die BioNTech-Aktie ist das trotzdem eine bittere Pille, die sich übrigens zuletzt bereits abgezeichnet hatte.

So konnte man im zweiten Quartal 2022 zwar einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro und einen Überschuss von knapp 1,67 Milliarden Euro erzielen. Damit lag man aber deutlich unter den vorherigen Werten. Das Geschäft kühlt sich also spürbar ab.

Und das dürfte so weitergehen. Experten vermuten, dass die Impfbereitschaft der Bürger selbst mit der Markteinführung der Omikron-Booster im Herbst und Winter relativ niedrig bleiben – also signifikant unter der hohen Nachfrage aus dem letzten Jahr liegen wird. Entsprechend könnten die staatlichen Kunden von BioNTech ihre Impfdosen-Bestellungen weiter reduzieren.

Das wirkliche Potenzial liegt in den Krebsimpfstoffen

Abschreiben sollte man BioNTech deshalb aber noch lange nicht. Das Geschäft mit den Corona-Impfstoffen dürfte zwar zurückgehen, dem Unternehmen aber nach wie vor gewisse Umsätze und Gewinne bescheren. Interessant ist der Wirkstoffforscher ohnehin wegen eines anderen Hoffnungsbringers.

Im Mittelpunkt: mRNA-Impfstoffe gegen Krebs. BioNTech nutzt die enormen Finanzmittel, die sich man durch Corona ins Haus geholt hat, um die Forschung nach solchen Vakzinen zu intensivieren. Hier bietet sich für das Unternehmen jedenfalls unglaubliches Potenzial.

So soll eine Impfung mit Messenger-RNA das Immunsystem befähigen, Tumorzellen selber bekämpfen zu können. Hierfür werden dem Patienten Erbinformationen des Tumors verabreicht. Zellen im Muskelgewebe können dann spezifische Antigene herstellen und den Krebs im besten Falle eliminieren.

Das gilt laut Forschern vor allem für Patienten, die bereits eine Tumor-OP hinter sich haben. Dabei werden Krebszellen chirurgisch aus dem Körper entfernt. In der Regel bleiben hier aber Tumorzellen zurück, weshalb man oftmals eine Chemotherapie durchführt. Diese geht jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen einher. Genau hier könnten die Impfstoffe eine deutlich verträglichere Alternative darstellen, um den Krebs vollständig zu tilgen.

EMA verleiht BioNTech-Präparat „Prime“-Status

BioNTech jedenfalls ist bei der Forschung inzwischen relativ weit. Erst kürzlich hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA einen Therapiekandidaten des Unternehmens den sogenannten „Prime“-Status verliehen.

Das heißt: Jener (mögliche) Krebsimpfstoff genießt nun hohe Priorität und soll in einem beschleunigten Verfahren getestet und später hoffentlich zugelassen werden. Es kann also jetzt alles relativ schnell gehen.

Mein Fazit für Sie

Die BioNTech-Aktie war wegen des Coronavirus nach oben geschossen. Nun scheint die Pandemie auszuklingen, weshalb das Papier wieder den Rückwärtsgang einlegt. So weit, so erwartbar.

Die Aktie hat meiner Meinung nach trotzdem erhebliches Potenzial. Die Krebsimpfstoffe könnten die Lebensqualität von Millionen von Menschen entscheidend verbessern. Und BioNTech könnte abermals einen wichtigen Beitrag zur Weltgesundheit leisten. Sollte es hier einen Durchbruch geben, würde das an der Börse wohl wieder mit hohen Kurssprüngen quittiert.

Ihnen als Anleger winken hier also längerfristige Renditechancen. Beachten Sie aber dennoch, dass die Aktie erst einmal von der Corona-Entwicklung abhängig bleibt. Und natürlich sind gerade bei einer BioTech-Firma Rückschläge in der Forschung und in der Markteinführung von neuen Produkten niemals ausgeschlossen.