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Chinas Covid-Lockerungen: Biontech könnte profitieren

Inhaltsverzeichnis

Der chinesische Staatsrat hat gestern Lockerungen hinsichtlich seiner strengen Corona-Maßnahmen und damit einhergehenden Lockdowns verkündet.

Historisch größte Protestwelle im Reich der Mitte

Die anhaltenden Beschränkungen nach mittlerweile ja fast schon drei Jahren Corona-Pandemie hatten im gesamten Land für großen Unmut und in der Welt teils für Entsetzen gesorgt.

Bis nun vor ca. zwei Wochen die seit Jahrzehnten größte Protestwelle des Landes durch zahlreiche Städte Chinas rollte. Und bei Protesten gegen die strikte Null-Covid-Politik und harte, monatelange Lockdowns blieb es letztlich nicht. Auch Staatschef Xi Jinping und dessen Kommunistische Partei wurden zum Ziel der aufgebrachten Bürger.

Viele neue Regelungen

So gibt es nun einen neuen Zehn-Punkte-Plan, der unter anderem Erleichterungen für Quarantäne, PCR-Tests und Lockdowns neu aufgreift.

So ist beispielsweise vorgesehen, dass sich mit dem Virus infizierte Personen, die keine oder milde Symptome haben, „generell zu Hause isolieren“ können. Nach einer Woche Quarantäne im Eigenheim sind anschließend zwei negative PCR-Tests erforderlich, um sich wieder frei bewegen zu dürfen.

Drastische Änderungen der strengen Maßnahmen

Das ist ein enormer Fortschritt. Sicher haben Sie es in den Medien innerhalb der letzten Monate mitbekommen, wie das bislang noch aussah. Denn positiv auf Corona Getestete mussten im Reich der Mitte zuletzt zur Quarantäne in zentrale Regierungseinrichtungen einkehren. 

Außerdem will China den Umfang und auch die Häufigkeit von Covid-Tests herunterschrauben. Verpflichtende Tests sollen somit in Zukunft lediglich noch in Regionen mit „hohem Risiko“ notwendig sein sowie in Schulen. Auch das ist ein vergleichsweise großer Schritt. Denn gerade die Massentests waren einer der Eckpfeiler aus Chinas strenger Null-Covid-Politik.

Generell sei laut der chinesischen Regierung ein negativer PCR-Test nun nicht mehr nötig – mit Ausnahme von Angestellten in Grund- und Mittelschulen, Personal medizinischer Einrichtungen oder Pflegeheimen sowie in Waisenhäusern.

Auch die Verpflichtung zu einem Nachweis eines negativen Tests vor dem Antritt einer Reise sei nun künftig nicht mehr von Nöten, gleiches gilt für die Ankunft. Außerdem entfallen in Nicht-Hochrisikogebieten die Bewegungseinschränkungen.

Börsen-Profiteure der gelockerten Covid-Strategie

Mit Blick auf die Börse könnten nun auch Impfstoffhersteller wieder stärker in den Fokus rücken. Zuletzt wurde der Impfstoff von BioNTech für in China lebende Ausländer zugelassen. Diese Genehmigung könnte in Zukunft durchaus auch noch ausgeweitet werden.

Denn vor allem die Impfung älterer Menschen in China voll vorangetrieben werden. Bisher sind aus Angst vor Nebenwirkungen Ältere in dem 1,4-Mrd.-Einwohner-Land weniger geimpft worden. Lediglich 40% der 80-jährigen haben bis dato eine Booster-Impfung erhalten. Wobei – und das muss man ganz klar dazu sagen – der unzureichende Schutz Älterer auch ein großes Problem mit Blick auf die Gefahren einer vollständigen Wiedereröffnung ist!

Das mögliche Impf-Szenario würde aus Sicht eines Börsianers neues großes Absatzpotenzial für BioNTech eröffnen und sollte auch der Aktie weiteren Schwung verleihen. Fakt ist, dass bereits die Aussicht auf gute Geschäfte im Reich der Mitte, wo das Vakzin bis dato noch nicht zugelassen ist, die Fantasie der Börsianer anregte.