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BioNTech: Das sind die Gründe für die Kursschwäche

Inhaltsverzeichnis

Das vor allem aufgrund von Corona öffentlich sehr bekannt gewordene Unternehmen BioNTech hat jüngst frische Zahlen gemeldet.

So haben die Mainzer den Umsatz und den Gewinn zwar kräftig steigern können, bleiben aber hinter den Prognosen der Analysten zurück. Und wie Sie nun bereits erahnen können oder gar selbst in Ihrem Depot zu spüren bekommen haben, sorgte das natürlich für deutliche Einbußen bei der Aktie. Denn bekanntlich machen Nachrichten die Kurse, und nicht Kurse die Nachrichten.

Q2-Zahlen blieben hinter den Erwartungen zurück

BioNTechs Umsatz wuchs im ersten Halbjahr des laufenden Gesamtjahres um 30,1% auf 9,57 Mrd. Euro. Der Nettogewinn des Biotechnologie-Konzerns kletterte im gleichen Zeitraum um 37,2% auf 5,37 Mrd. Euro.

Betrachtet man allein die Zahlen für das zweite Quartal, wie BioNTech sowohl beim Umsatz (minus 39,8% auf 3,2 Mrd. Euro) als auch beim Gewinn (minus 40% auf 1,67 Mrd.) einen deutlichen Rückgang zum zweiten Jahresviertel des Vorjahres aus. Der Gewinn je Aktie lag bei 6,45 Euro. Analysten hatten hier zuvor 7,44 Euro Gewinn pro Aktie prognostiziert.

Umsatzprognose bestätigt

Der Impfstoff-Entwickler sah den Gewinnrückgang darin begründet, dass die dynamische Entwicklung der Corona-Pandemie eigenen Angaben zufolge “zu einer Verschiebung von Aufträgen“ und in diesem Zuge „zu Schwankungen bei den Quartalsumsätzen” führe.

Doch immerhin bekräftigte BioNTech seine Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr mit Umsätzen aus Covid-19-Impfstoffen von 13 bis 17 Mrd. Euro.

Das gibt es außerdem neues bei BioNTech

Biontech bereitet sich derzeit unter anderem auch auf die Markteinführung gleich zweier angepasster Omikron-Impfstoffe vor, deren Auslieferung bereits ab Oktober dieses Jahres beginnen, soweit sämtliche Behörden zustimmen. Somit würden – wenn alles nach Plan läuft – beide Vakzine rechtzeitig zur Unterstützung der Herbst-Booster-Kampagnen bereitstehen.

Biontech-Chef Ugur Sahin betonte, dass BioNTechs Covid-19-Produktpipeline variantenangepasste Impfstoffkandidaten umfasse sowie Impfstoffkandidaten der nächsten Generation, welche auf einen längeren und auf einen breiteren Schutz abzielen würden. BioNTech selbst rechnet mit einer anziehenden Nachfrage innerhalb des vierten Quartals des laufenden Geschäftsjahres.

Für einen der beiden Corona-Booster schlossen BioNTech und US-Partner Pfizer jüngst eine Einreichung des Zulassungsantrags bei der EMA (Europäischen Arzneimittelbehörde) ab. Dessen Dosen sind schon seit April verfügbar.

Mehr als nur ein Corona-Impfstoff-Entwickler

Die Tatsache, dass ab Herbst voraussichtlich zwei weitere Impfstoffe folgen werden, sorgt bei BioNTech für Fantasie. Die Auftragsbücher sollten sich wieder füllen, sollten Booster-Vakzine die notwendige Zulassung erhalten, voraussichtlich dann ab nächstem Monat. 

Doch BioNTech ist mehr als nur ein Corona-Impfstoff-Hersteller. Hier warten noch zahlreiche weitere aussichtsreiche Medikamente in der Pipeline. Langfristig bleibt der Biotechnologie-Riese jedenfalls aussichtsreich.