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Bertrandt –  Tüftler schrauben die Gewinne hoch

Inhaltsverzeichnis

Im dritten Geschäftsquartal (Ende Juni) hat die Bertrandt AG glänzend verdient.  Die Nachfrage nach Entwicklungs-Dienstleistungen aus der Fahrzeugindustrie und anderen Branchen stieg kräftig. Die Aktie setzt ihren Erholungskurs fort.

Porsche ist größter Aktionär

Das Unternehmen aus Baden-Württemberg ist nicht nur für die Autoindustrie als Projektanbieter tätig, sondern zunehmend  auch für die Luftfahrtindustrie und den Maschinenbau. Aus allen drei Bereichen hat sich laut Finanzbericht  seit Beginn des  dritten Quartals die Nachfrage nach Ingenieurs-Diensten erhöht. Dadurch verbesserte sich die Auslastung der Betriebe.

Da Bertrandt zudem während  der Corona-Pandemie Effizienzsteigerungen vorgenommen hat, konnte das Unternehmen aus Ehningen, an dem die Porsche AG knapp 29 % des Aktienkapitals hält,  die zusätzlichen Kostenbelastungen bei Material und Energie gut verkraften.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2021/2022 (das am 31. 10. 2022 zu Ende geht),  hat Bertrandt den Umsatz um stolze 17,8 % auf 252,4 Millionen Euro verbessert. Der operative Gewinn (EBIT) im traditionell schwächsten Vierteljahr schoss sogar um fast 180 % auf über 5 Millionen Euro hoch.

Ergebnis je Aktie mehr als verdreifacht

Nach neun Monaten steht Bertrandt ebenfalls viel besser da als im Geschäftsjahr zuvor. Der Umsatz kletterte um 17,2 % auf 739,7 Millionen Euro, und das operative Ergebnis  hat sich ziemlich genau verdoppelt – auf 25,9 Millionen Euro. Noch beeindruckender sieht es beim Ergebnis nach Ertragssteuern aus, das in den ersten neun Monaten auch dank einer niedrigeren Steuerbelastung einen  Sprung von 3,5 Millionen Euro auf 12,0 Millionen Euro vollführte. Der für die Börsenbewertung wichtige Gewinn je Aktie hat sich dadurch mehr als verdreifacht – von 35 Cents auf 1,19 Euro.

Angesichts der starken Entwicklung der ersten neun Monaten hatte das Management bereits Ende Juli die Jahresziele leicht nach oben angepasst. Erwartet wird nun ein Umsatz zwischen 990 Millionen und 1,02 Milliarden Euro und damit rund 35 Millionen mehr als zuvor.

Kursziele weit über dem aktuellen Niveau

Die Bertrandt-Aktie setzt ihre vor knapp einem Monat bei einem Kurs von 33,65 Euro begonnene Erholung. Der Kurs kletterte im Vormittagshandel um rund 3,5 % auf 38 bis 38,50  Euro. Auf diesem Niveau ist noch viel Luft bis zum neuen Kursziel von Warburg Research, das vor den Zahlen von 65 Euro auf 57 Euro gesenkt worden ist. Hauck &  Aufhäuser hatte Mitte Juni sogar ein Kursziel von 100 Euro ausgegeben.