Beiersdorf: Die Aktie bietet Ihnen noch Potential

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Manchmal, und das geht mir genauso wie jedem anderen auch, braucht man schonmal einen kleinen Stupser, einen Hinweis, eine Ermahnung, um nicht immer im gleichen vorgefertigten Fahrwasser herumzuschwimmen.

Das gilt auch für Aktien

Das ist auch bei der Auswahl der Aktien für das persönliche Portfolio nicht anders. Da hat man zwar natürlich den ein oder anderen Konsumgüterhersteller auf seiner Watchlist, aber halt eben auch nur die, die einem schon immer geläufig sind, eine P&G, eine Henkel vielleicht noch, eine Coca-Cola oder auch eine Nestlé.

Aber auf die Idee mir doch mal die Aktie von Beiersdorf näher anzuschauen, hat mich dann doch eine weibliche Kollegin gebracht. Sie meinte, dass MANN doch auch dem Konsumgüterhersteller Beiersdorf mal seine Aufmerksamkeit widmen solle.

Schließlich ist das Unternehmen schon 1882 in Hamburg gegründet worden und zählt mittlerweile zum Hersteller diverser Marken und Kosmetikprodukte.

Viel mehr als Nivea…

Nun mag man als MANN ja nicht unbedingt der große „Eincremer“ sein, aber ihr Einwand ist aus börsentechnischer Sicht durchaus angemessen.

Denn neben der Dachmarke Nivea gibt es schließlich noch die Marken Eucerin und Aquaphor, die in der Hauptsache über die Apotheken verkauft werden und die Marke „La Prairie“ gilt vor allem in der Damenwelt als Luxuskosmetik.

Und das scheint man auch im fernen China so zu sehen, wo sich besonders die Kundschaft geradezu darum reißt diese Produktlinie in den Händen halten zu dürfen.

Sommerzeit kurbelt das Geschäft an

Nun waren die zwei Jahre der Corona-Beschränkungen sicherlich nicht hilfreich beim Verkauf, schon gar nicht in China, aber auch dort ändern sich ja gerade wieder die Regeln und lassen auf ein „mehr“ beim Verkauf hoffen.

Zudem jetzt auch noch die wahrlich heiße Sommerzeit mit Urlaub, Freibad oder Seebesuchen ansteht und bekanntlich geht da ohne Sonnencremes mal gar nichts.

Somit dürften hier vor allem die Produkte der Kernmarke Nivea auf dem Einkaufsband liegen, denn vernünftiger Sonnenschutz ist das A und O, um nicht ernsthaft einen Sonnenbrand oder gar eine Sonnenallergie zu bekommen.

Diese Idee scheinen auch einige Analysten auf dem Schirm zu haben…

…denn die Erwartung zum Beispiel aus der Barclays Bank belegen, dass man zwar das Kursziel von 146 Euro auf 141 Euro abgesenkt hat, aber die Einstufung bei „Übergewichten“ beibehält. So erwartet man speziell vom Q2 ein höheres organisches Umsatzwachstum und ist schon sehr gespannt auf die Vorlage der Quartalszahlen am 3. August.

Ein ähnliches Bild zeichnen dabei auch die Analysten von Goldman Sachs, die ihre Kaufempfehlung für die Beiersdorf-Papiere mit dem Kursziel von 135 Euro nochmals untermauerten. Auch hier sieht man eine gute und starke Geschäftsdynamik im Q2 und verweist darauf, dass die Aktie eine sehr attraktive Bewertung habe und durch Zukäufe und Aktienrückkäufe nochmals positive Unterstützung erfahren könnte.

Hier lauert noch Potential für Sie

Tatsächlich hat sich die Aktie seit ihrem letzten Tief im November bei 93,76 Euro ordentlich erholt, bis in der Spitze auf 127,55 Euro und einem Kurs von 120,70 Euro (Stand 04.07., 09:35 Uhr) am heutigen Dienstag.

Somit hätte die Aktie also durchaus noch Potential weiter nach oben zu laufen.

Über den Tellerrand hinaus blicken lohnt sich

Sicherlich werden dabei die Quartalszahlen am 3. August eine wesentliche Rolle spielen, aber als Investmentidee auch mal neben seinen gängigen „Lieblingen“ weiterzudenken und offen für Neues zu sein, muss ich meiner Kollegin schon danken.

Vor allem, wo auch für mich jetzt mal endlich Urlaub ansteht und ich der Sonne entgegenreise, werde ich mir doch mal einen ordentlichen Sonnenschutz für meine Glatze besorgen, natürlich mit Schutzfaktor 50, denn einen Sonnenbrand kann ich ganz und gar nicht gebrauchen. Und Sie doch sicher auch nicht, oder? Mal schauen, was Nivea da alles anbietet…