+++ Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

Bargeldobergrenze wird immer wahrscheinlicher

Inhaltsverzeichnis

Wie stehen Sie zum Bargeld? Zahlen Sie ausschließlich mit Karte oder gilt für Sie in manchen Situationen noch der gute alte Leitsatz „Nur Bares ist Wahres“?

Die Deutschen hängen sehr am Bargeld, möchten auf keinen Fall – wie es in anderen Ländern durchaus üblich ist – jeden Kaffee mit Debit- oder Kreditkarte bezahlen. Während der Coronapandemie hat laut einer Studie der Deutschen Bundesbank die Nutzung der Girocard zwar zugenommen, aber auf Bargeld verzichten? Das kann sich hierzulande kaum jemand vorstellen.

Ein Bargeldverbot ab 10.000 Euro wird jedoch gerade in Regierungskreisen heiß diskutiert. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zählt zu den Politikern, die sich für ein Bargeldverbot aussprechen.

In einem Strategiepapier steht, dass mit einer Bargeld-Obergrenze von unter 10.000 Euro das organisierte Verbrechen besser bekämpft werden könne. Illegal erlangte Vermögenswerte dürften nicht mehr in den legalen Wirtschaftskreislauf gelangen, heißt es weiter. Die Kooperation mit den verschiedenen Akteuren der Finanzwelt müsse erweitert und ein Kompetenzzentrum für digitale Finanzermittlungen aufgebaut werden.

Was bedeutet das Bargeldverbot für Sie?

Sie fragen sich bestimmt: Dient das Bargeldverbot tatsächlich in erster Linie dazu, das organisierte Verbrechen zu bekämpfen oder spielen auch andere Gründe eine Rolle? Die Kontrolle der Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel?

FDP-Bundestagsabgeordneter Frank Schäffler spricht auf Twitter klare Worte: „Eine Bargeldobergrenze ist Freiheitsentzug“.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband übte ebenfalls Kritik am Vorstoß der Innenministerin. „Der Staat muss wirksame Maßnahmen gegen Geldwäsche betreiben, das steht außer Frage“, sagte die Leiterin des Teams Finanzmarkt, Dorothea Mohn, dem „Handelsblatt“. „Es ist aber nicht gut, Bargeldnutzer unter Generalverdacht zu stellen und in ihrem Handeln zu beschränken.“

In vielen EU-Ländern gibt es bereits eine Bargeld-Obergrenze. In Frankreich und Spanien liegt diese bei 1.000 Euro. Belgien und die Niederlande haben ein Limit von 3.000 Euro. In Italien gilt eine Grenze von 2.000 Euro, die im nächsten Jahr auf 1.000 Euro herabgesetzt werden sollte. Ministerpräsidentin Georgia Meloni kündigte jetzt jedoch statt der Herabsetzung ein Anheben der Grenze auf 10.000 Euro an, was bei der Opposition nicht gut ankam.

Kritik der Deutschen Bundesbank

Die EU-Kommission hatte bereits im letzten Jahr eine EU-weite Obergrenze vorgeschlagen, um Geldwäsche zu erschweren. Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann äußerte sich bereits damals kritisch. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte Beermann: „Es ist absolut erforderlich, den Kampf gegen Geldwäsche zu intensivieren. Es ist aber fraglich, ob eine Barzahlungsobergrenze von 10.000 Euro das geeignete Mittel ist, oder ob man damit nicht vor allem den ehrlichen Bürger trifft.“

Der frühere Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte eine Bargeld-Obergrenze vor ein paar Jahren schon einmal vorgeschlagen, nahm von diesem Plan jedoch Abstand, nachdem es aus der Öffentlichkeit Kritik gehagelt hatte.

Der Wind hat sich jetzt gedreht. Obwohl es kritische Stimmen gibt, wird das Bargeldverbot aller Wahrscheinlichkeit nach wohl kommen. Das heißt für Sie: Sie verlieren ein Stück Ihrer finanziellen Freiheit und Unabhängigkeit.

Wie Sie sich Ihre finanzielle Freiheit bewahren

Wie Sie trotz der kommenden Einschränkung Ihr Vermögen schützen und mehren sowie Ihre finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit weiter behalten, erfahren Sie in Sicheres Geld, dem Beratungsbrief für kritische Anleger, die aktiven Vermögensschutz fordern.