All for One Group: Im Windschatten von SAP wachsen

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Ich bin aktuell in Frankfurt und stelle Ihnen in dieser Woche hier im „Schlussgong“ einige interessante Unternehmen aus der zweiten Börsenreihe vor, die aufgrund der geringen Größe üblicherweise nur selten in der Wirtschaftspresse auftauchen.

Der erste Kandidat arbeitet im Windschatten des Software-Giganten SAP. Der mittelständische Consulting- und IT-Dienstleister All for One Group hat vor wenigen Tagen sein vorläufiges Zahlenwerk für das Geschäftsjahr 2022/23 vorgelegt und sich heute mit den frischen Zahlen und einer optimistischen Prognose für das Geschäftsjahr 2023/24 im Rahmen des Deutschen Eigenkapitalforums (EKF) in Frankfurt präsentiert.

Zur Erinnerung: Das EKF, das heute gestartet ist und am Mittwoch endet, ist die größte und wichtigste Analysten- und Investorenveranstaltung im deutschsprachigen Raum. Dort stellen sich rund 250 Unternehmen schwerpunktmäßig aus der zweiten Börsenreihe den zahlreichen anwesenden Analysten, Journalisten und Investoren vor.

All for One im Kurzportrait

Kommen wir zurück zur All for One Group: Das in Filderstadt ansässige Unternehmen ist als Consulting- und IT-Dienstleister im Geschäftskundenbereich tätig. Konkret bietet All for One seinen Kunden Strategie- und Managementberatung, Prozessberatung in Kombination mit IT-Beratung und -Services an.

Die Beratungsdienstleistung der All-for-One-Mitarbeiter basiert dabei auf marktführenden Business-IT-Lösungen von SAP, Microsoft und IBM. Die mehr als 2.800 Experten der Consulting- und IT-Gruppe begleiten und unterstützten über 3.000 Kunden aus Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz bei der Unternehmenstransformation.

Vorläufige Geschäftszahlen für 2022/23

Laut vorläufigen Geschäftszahlen konnte die All for One Group ihren Umsatz im jetzt abgeschlossenen Geschäftsjahr 2022/23 um 8% auf 488 Mio. Euro steigern. Bereinigt um die Rückgänge bei den einmaligen Lizenzerlösen liegt das Wachstum sogar bei 9%.

Beim in 2022/23 erzielten Ergebnis sieht es anders aus. Aufgrund von einmaligen Sonderbelastungen aus Restrukturierungsmaßnahmen sank das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereffekten im Vergleich zum Vorjahreswert auf 17,7 Mio. Euro. All for One liegt mit den jetzt veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis im Bereich der Prognosewerte.

Optimistische Prognose für das kommende Jahr

Für das jetzt laufende Geschäftsjahr 2023/24 rechnet der All-for-One-Vorstand mit einem Umsatz zwischen 505 und 525 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT soll sich deutlich erholt in einer Spanne von 32 und 36 Mio. Euro bewegen. Das All-for-One-Management zeigte sich im Rahmen des EKF mit Blick in die Zukunft optimistisch und betonte, dass man auch in Zukunft im Windschatten von SAP weiterwachsen wolle.

Die All-for-One-Aktie hat im laufenden Jahr etwas nachgegeben, konnte sich zuletzt aber deutlich vom Jahrestief erholen. Geht die Prognose für 2023/2024 auf, kann die Aktie eine nachhaltige Trendwende vollziehen. Auch die mittelfristigen Aussichten sind positiv. Bis zu den alten Höchstständen bei rund 75 Euro ist noch reichlich Luft nach oben vorhanden.