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6 Millionen Deutsche in der Dispo-Falle!

Inhaltsverzeichnis

Erhöht die Europäische Zentralbank im Juli den Leitzins, könnten in der Folge die ohnehin schon teuren Dispokredite noch teurer werden. Davon wären im Schnitt 6 Millionen Deutsche (8,7 %) betroffen. Aktuell verlangen Banken im Schnitt 9,43 Prozent Dispozinsen. Würde der Leitzins auf 0,25 Prozent oder später sogar auf 0,5 Prozent erhöht, könnte der Dispozins auf im Schnitt rund 11 Prozent steigen. So viel kosteten Dispokredite, als der Leitzins das letzte Mal bei 0,25 bis 0,5 Prozent lag. Das zeigen aktuelle Daten des Kreditportals smava.

Verbraucherschützer prangern die hohen Dispozinsen seit Jahren an. Der Bundestag diskutierte 2014 über eine Deckelung der Dispozinsen. Passiert ist bis heute nichts. Wer sich vor hohen Dispozinsen schützen will, muss selbst aktiv werden und sich eine günstigere Alternative wie einen Ratenkredit suchen.

Dispozinsen sind üblicherweise abhängig vom EZB-Leitzins oder 3-Monats-Euribor

Die Höhe der Dispozinsen orientiert sich, je nach Bank, üblicherweise am EZB-Leitzins oder am sogenannten 3-Monats-Euribor. Das ist der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen. Dieser entwickelte sich in der Vergangenheit ähnlich wie der EZB-Leitzins. Für Juli 2022 hat das Gremium der EZB eine Erhöhung des Leitzinses in Aussicht gestellt.

Wird der Leitzins erhöht, könnten folglich bei den Banken, die ihre Dispozinsen am Leitzins ausrichten, auch die Dispozinsen steigen. Gleiches gilt für die Banken, die ihre Dispozinsen am 3-Monats-Euribor ausrichten, da sich der 3-Monats-Euribor in der Vergangenheit ähnlich wie der Leitzins verhielt. Wer diese drohende Dispozinserhöhung umgehen möchte, muss handeln und eine günstigere Alternative zum Dispokredit nutzen.

Dispo-Alternative gibts im Schnitt für unter 4 Prozent Zinsen

Sobald sich abzeichnet, dass ein Konto nicht innerhalb von 2, vielleicht 3 Monaten ausgeglichen werden kann, sollte ein Verbraucher realistisch sein und zu einer günstigeren Alternative wechseln. Das kann zum Beispiel ein Ratenkredit sein. Ein Ratenkredit kostet im Bundesdurchschnitt rund 5,5 Prozent Zinsen. Er ist damit rund 42 Prozent günstiger als der Dispo. Über ein Kreditportal wie smava sind Ratenkredite sogar nochmal deutlich günstiger.

Hier liegen die Zinsen für Ratenkredite im Schnitt deutlich unter 4 Prozent. Zudem sind die Zinsen beim Ratenkredit für die vereinbarte Kreditlaufzeit festgeschrieben. Egal, wie sich der EZB-Leitzins und der 3-Monats-Euribor verändern, Ratenkreditnehmer zahlen ihre Schulden zum vereinbarten Zinssatz zurück.

Mein Fazit: mit den Zinsen steigen auch die Kreditrisiken!

6 Millionen Deutsche, die sich allein in dieser häufig gravierenden Schuldenfalle befinden, sind auch ein gesamtwirtschaftliches und gesellschaftliches Risiko. Allen voran bei weiter steigender bzw. nachhaltiger hoher Inflation und den damit drohenden Zinssteigerungen, die für einen zusätzlichen Schuldenanstieg sorgen. Deswegen ist es für Bürger und Verbraucher sehr wichtig, auch Schulden frühzeitig zu optimieren, so dass diese nicht vollkommen aus dem Ruder laufen, bis hin zu einer Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz.