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Aktien : Der nächste Lehman-Crash? Warum Ihr Vermögen in Gefahr ist

Evergrande? Wer oder was ist das? Bis vor kurzem war hier im Westen Evergrande nur denjenigen ein Begriff, die sich für spektakuläre Deals auf dem internationalen Fußballmarkt interessierten. Diejenigen haben vielleicht verfolgt, dass ein chinesischer Immobilienkonzern namens Evergrande sehr viel Geld in die Hand genommen hat, um internationale Fußballstars zu kaufen, damit der firmeneigene Klub Guangzhou richtig durchstarten kann. Das hat auch funktioniert, denn Guangzhou wurde Meister der Chinese Super League.

Das eigentliche Tagesgeschäft, also das Geschäft mit Immobilien, funktioniert aktuell jedoch gar nicht mehr, sodass Evergrande inzwischen in aller Munde ist: Als mit 300 Milliarden Dollar verschuldetes Unternehmen, das gegen die Pleite kämpft. Die Aktienmärkte werden zunehmend nervös, weil eine Kettenreaktion befürchtet wird. Gewaltige Kreditausfälle könnten folgen, denn mit Evergrandes Niedergang könnte die chinesische Immobilienblase nach einem langen Boom platzen. „Das könnte zur Lehman-Krise Chinas werden“, warnen Analysten aus Hongkong.

Gefährlicher Domino-Effekt

Laut FOCUS Money ist der chinesische Großkonzern in über 200 Tochterunternehmen verschachtelt. Die Kredite und die gegenseitigen finanziellen Verpflichtungen sind schwer durchschaubar und ein Zusammenbruch des Konzerns würde viele andere Unternehmen mit in den Abgrund reißen.

Experten warnen bereits seit einigen Jahre vor einem Platzen der Immobilienblase in China. Jetzt scheint die Stunde der Wahrheit gekommen zu sein. „Die Gefahr einer Überhitzung des chinesischen Immobilienmarktes ist nicht von der Hand zu weisen“, zitiert beispielsweise der FOKUS den Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier. „Die deutschen Unternehmen sind besorgt, dass die Blase platzen könnte.“

Kleinanleger und Wohnungskäufer in China kämpfen bereits mit den Folgen. Denn: In China ist es üblich, Wohnungen gegen Vorkasse zu kaufen. Bereits bezahlte Wohnungen werden jetzt nicht mehr weitergebaut, weil Subunternehmer und Lieferanten von Evergrande kein Geld mehr bekommen und deshalb die Arbeiten einstellen.

Auswirkungen für Deutschland

Da China zu Deutschlands wichtigsten Handelspartnern zählt, könnte das Platzen der Immobilienblase und der damit verbundene Konsumeinbruch auch dramatische Auswirkungen auf deutsche Exporteure haben.

Erschwerend hinzu kommt, dass sich in China auch außerhalb des Immobiliensektors ein Sturm zusammenbraut. Die jüngsten Wachstumszahlen blieben hinter den Erwartungen zurück. Der Einkaufsmanagerindex war im August deutlich gesunken und Experten gehen davon aus, dass die nach Corona ausgelöste Sonderkonjunktur ihrem Ende zusteuert. Im September zeigten die Einzelhandelsumsätze einen Wachstumseinbruch von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum der Industrieproduktion war ebenfalls enttäuschend.

Probleme bereitet zudem der Machtkampf zwischen der Regierung und einigen Konzernen. Peking will große Digitalunternehmen mehr regulieren, was sich negativ auf deren Kurse auswirkt. Zudem findet auch im Immobilienbereich eine stärkere Politisierung statt. Es gibt neue Vorschriften zu Mietpreisen, Eigenkapital und Spekulationen, Investoren befürchten Enteignungen.

Jetzt Maßnahmen zum Vermögensschutz einleiten

Die Lage im Reich der Mitte ist also äußerst angespannt. Star-Investorin Cathy Woods hat bereits im großen Stil chinesische Aktien verkauft. Zahlreiche Fonds folgten. Wir können nur Vermutungen anstellen, wie dramatisch die Auswirkungen eines Crashs in China sein könnten.

Börsen-Bär

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