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Der hochverschuldete Konzern versucht sich nun Luft zu verschaffen

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Chinas zahlungsunfähiger Immobilien-Riese Evergrande gab nun bekannt, seinen Anteil an der Shengjing Bank zu verkaufen – und zwar für ca. 1,5 Mrd. Dollar an die staatliche Vermögensgesellschaft Shenyang Shengjing. Damit versucht sich der Konzern etwas Luft zu verschaffen und so an Barmittel zu kommen.

Dabei werden insgesamt 1,75 Mrd. Aktien zu einem Preis von 5,70 Yuan (oder 0,88 Dollar) je Anteilsschein verkauft. Somit beläuft sich der Anteil, den Evergrande an der Shengjing Bank veräußert auf knapp 20%.

Aktie konnte sich etwas stabilisieren

Doch der Showdown des Konzerns aus dem Reich der Mitte dürfte dort noch weiter andauern.

Einziger Lichtblick hinsichtlich dieser nach wie vor schwierigen Situation: Die Aktie konnte sich innerhalb der letzten Tage immerhin erstmals wieder etwas stabilisieren, sie legte im Anschluss an die Mitteilung deutlich zu.

Seit Beginn dieses Jahres beläuft sich der Kursverlust aber dennoch weiter auf nahezu 80%. Der Konzern hat über 300 Mrd. Dollar Schulden angehäuft und hält damit den „Titel“ als das global betrachtet am höchsten verschuldete Immobilienunternehmen.

Zuletzt verschärfte sich die Liquiditätskrise noch stärker, nachdem Evergrande jüngst noch eine Zinszahlung von 83,5 Mio. Dollar nicht mehr begleichen konnte.

Langsameres Wachstum im Immobiliensektor

Hinzu kommt, dass sich Chinas Wachstum und die zunehmend wichtiger werdenden Aktivitäten auf dem dortigen Immobilienmarkt spürbar verlangsamt haben. Die Lage bleibt schwierig, angespannt und sorgt vor allem bei Anlegern weiter für enorme Unsicherheit.

Der Abschwung in Chinas Immobiliensektor hält weiter an und es ist unterdessen auch durchaus unwahrscheinlich, dass die Behörden im Reich der Mitte die aktuellen Beschränkungen, welche für den Sektor aufgelegt worden sind, aufheben werden, um die Wirtschaft des Landes zu stützen.

Experten rechnen bereits damit, dass der Beitrag des chinesischen Immobiliensektors, den dieser bisher zum Wirtschaftswachstum zusteuerte, mittel- bis langfristig schrittweise zurückgehen wird. Auch die Aussichten hinsichtlich des Gewinnwachstums innerhalb der Branche werden deutlich unsicherer, Unternehmen haben es allgemein in vielerlei Hinsicht schwerer.

Seien Sie als Anleger daher bitte besonders vorsichtig mit Investments innerhalb dieses Sektors.