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Daimler Aktie: Daimler Aktie taumelt nach enttäuschender Q2-Bilanz

Die Nachrichten aus dem Hause Daimler waren in den vergangenen Tagen geradezu alarmierend.

Nach einer ganzen Reihe negativer Schlagzeilen, die vor allem durch den anhaltenden Diesel-Skandal und die drohenden US-Strafzölle bestimmt wurden, fiel nun auch noch die Bilanz für das abgelaufene zweite Geschäftsquartal verheerend aus.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent zurück auf nur noch 2,6 Milliarden Euro. Unterm Strich sank der Gewinn auf 1,8 Milliarden Euro, was einem Minus von 20 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal entspricht. Auch der Umsatz entwickelte sich leicht rückläufig und belief sich im Zeitraum von April bis Ende Juni auf 40,8 Milliarden Euro.

Daimler verfehlt Erwartungen

Damit blieb der Stuttgarter Autohersteller hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Besonders frappierend: Die negative Entwicklung betrifft alle fünf Konzernsparten, also Pkw, Vans, Trucks, Busse und Finanzdienstleistungen.

Dies verdeutlicht nach Einschätzung von Beobachtern, dass es sich nicht nur um punktuelle Probleme oder unerfreuliche Einmaleffekte handelt, sondern Daimler insgesamt schwächelt. Bereits in der Vergangenheit hatte die Marke mit dem Stern zu kämpfen, etwa gegen ihr angestaubtes Image oder harte Konkurrenz aus München und Ingolstadt.

In den letzten Jahren schien es dann, als hätte Daimler die Kurve gekriegt, die Zahlen entwickelten sich positiv, in einigen Märkten konnte man die Konkurrenten locker abhängen, es schien alles wieder rund zu laufen.

Tiefgreifender Umbau geplant

Der neuerliche Rückschlag fällt ausgerechnet in eine Phase, in der Daimler ohnehin schon vor Herausforderungen steht: Vorstand und Aufsichtsrat planen eine grundlegende Umorganisation des Konzerns zugunsten einer Holdingstruktur, in der anstelle der bisherigen fünf künftig nur noch drei Sparten bestehen sollen. Die Bereiche Pkw und Vans werden zusammengefasst, ebenso Trucks und Busse. Damit will Daimler die Flexibilität der einzelnen Bereiche stärken und erhofft sich auf diese Weise größere Agilität und Wettbewerbsfähigkeit.

Die Umbrüche, mit denen sich die gesamte Automobilbranche in den kommenden Jahren konfrontiert sieht, sind enorm. Sie betreffen insbesondere die Bereiche Elektromobilität und autonomes Fahren, aber auch Mobilitätsserviceangebote wie Carsharing- oder Mietautomodelle dürften an Bedeutung weiter zunehmen.

Daimler Aktie

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Speziell bei Daimler vermissen Branchenkenner im Gegensatz zu anderen deutschen Herstellern insbesondere eine größere Modelloffensive. Die Flotte altert, während BMW, Audi oder Volkswagen mit Neuauflagen ihrer Erfolgsmodelle aufwarten.

Daimler Aktie bleibt unter Beschuss

Dass schließlich die lange im Raum schwebenden US-Strafzölle gegen europäische Autoimporte offenbar vorerst vom Tisch sind, sorgte gerade bei Daimler ebenfalls für eher kurzfristiges Aufatmen – denn trotz der Annäherung zwischen US-Präsident Donald Trump und Jean-Claude Juncker als Vertreter der Europäischen Union bei einem Aufeinandertreffen im Weißen Haus eskaliert der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China weiter. Auch das belastet Daimler, denn ein weltweit erfolgreiches SUV-Modell wird ausschließlich in den USA gefertigt – und dann unter anderem nach China verschifft.

Kurzum: Es ist ein gewaltiger Berg an Herausforderungen zu bewältigen, die nur zum Teil hausgemacht erscheinen. Die Daimler Aktie befindet sich bereits seit längerem auf einem eher absteigenden Ast und kostete zum Monatsauftakt nicht einmal mehr 60 Euro. Allein in den vergangenen sechs Monaten hat die Daimler Aktie rund 18 Prozent an Wert eingebüßt.

Die jüngsten Quartalszahlen tragen nicht gerade zum Optimismus bei. Die meisten Analysten raten dazu, die Daimler Aktie vorerst zu halten und mit einem Stopp-Loss abzusichern. Die Kurszielspanne bewegt sich dabei überwiegend in einem Rahmen zwischen 60 und 70 Euro.

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Über den Autor
Felix-Reinecke
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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