100 Tage Trump und DAX-Rekord

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Was für eine spannende vergangene Woche: Der DAX stürmte als Reaktion auf die französischen Präsidentschaftsvorwahlen auf ein neues Allzeithoch, meine Eintracht erreichte das DFB-Pokalfinale gegen Dortmund und Donald Trump hat seine ersten 100 Tage als US-Präsident hinter sich – ohne bislang eigentlich wirklich etwas gemacht zu haben.

Gut, er hat bereits zwei Bombenangriffe befohlen und vermeintlich einen Flugzeugträger in Richtung Nordkorea entsendet. Doch nicht einmal das gelang, denn kurze Zeit später wurde dieser vor der Küste Australiens gesichtet. Wahrscheinlich hat das Navi versagt.

Donald Trump räumte nun erstmals ein, dass er sich das Amt des Präsidenten einfacher vorgestellt hat. Wahrscheinlich war er davon ausgegangen, die USA wie ein Firmenchef führen und verändern zu können. Doch die Praxis sieht glücklicherweise anders aus.

Sogar die geplanten Importzölle wurden ad acta gelegt.

Wahrscheinlich musste man Donald Trump erst einmal die Zusammenhänge der Globalisierung erklären, die z.B. den deutschen Hersteller BMW (Übersicht zur Aktie) zum größten Exporteur von US-Automobilen macht. Wie soll man hier Importzölle erheben?

Ich bin und bleibe guter Dinge

Man könnte angesichts der bisherigen Pannenserie im Weißen Haus ja eigentlich zu dem Schluss kommen, dass Donald Trump als Präsident schon jetzt gescheitert ist und als großes Missverständnis in die Geschichtsbücher eingehen wird.

Doch ob Sie es glauben oder nicht, ich gehe nach wie vor fest davon aus, dass seine Präsidentschaft gute Ergebnisse bringen wird.

Wichtig dafür war aber durchaus, dass der Unternehmer zunächst einmal mit den Gepflogenheiten in der Politik vertraut gemacht wurde und nach wie vor wird. Das wird ihn formen.

Wenn Trump jetzt einräumt, dass die NATO doch nicht obsolet, sondern sogar wichtig ist, obwohl er im Wahlkampf den Ausstieg ankündigte, ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung und spricht eher für als gegen ihn.

Immerhin ist er sich nicht zu schade, zumindest auch mal einen Fehler gerade zu rücken.

Die kürzlich vorgestellten Pläne für die Steuerreform (sein neuestes Projekt) sind übrigens das erste wirklich sinnvolle Vorhaben seit dem Amtsantritt und durchaus geeignet, der US-Wirtschaft perspektivisch so richtig Dampf unter dem Hintern zu machen.

Einen solch vereinfachten Ansatz würde ich mir auch für Deutschland wünschen.

Noch mehr würde ich mir für unser Land aber eine Art „Aktienlust“ wünschen, denn während der deutsche Sparer über steigende Gebühren und Mikrozinsen (wenn überhaupt) jammert, ist der DAX auf ein neues Rekordhoch gestürmt.

Zudem lassen unsere Vorzeigeunternehmen gerade einen regelrechten Dividendenregen über ihre Anteilseigner hernieder – im Schnitt über 3%, manche sogar über 5%.

Leider muss die Aktienlust der Deutschen aber erst noch geweckt werden. Diese Aufgabe habe ich mir zur Lebensaufgabe gemacht. Mehr dazu in Kürze.