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Corona-Verlierer: Die Gewinner von morgen? So profitieren Sie!

Inhaltsverzeichnis

Heute schauen wir mal auf die Verlierer, denn diese auf ewig in die Verliererecke zu drängen, wäre unfair. Tatsächlich können die Verlierer von gestern die Gewinner von morgen sein.

Während der Corona-Pandemie hat die Reisebranche extrem gelitten. Flug- und Beherbergungsverbote sowie Kontaktbeschränkungen machten einen Urlaub schlichtweg unmöglich. Selbst die Großen der Branche wie TUI oder Lufthansa waren und sind trotz staatlicher Unterstützungsmaßnahmen angeschlagen.

Online-Portale wie Booking.com, Airbnb oder Expedia sind noch in diesem Jahr um 20 %,
30 % und sogar 40 % abgeschmiert.

Heißt das, dass Sie von Investitionen in den Tourismus besser die Finger lassen sollten? Nicht unbedingt, denn es gibt einen neuen Reisekönig: Tripadvisor. Die Aktie musste zwar ebenfalls Federn lassen, steht aber deutlich besser da als die der Mitbewerber.

Quelle: Aktien Screener Investor Verlag

80 % Umsatzsteigerung

Die kürzlich veröffentlichen Quartalszahlen verdienen auf jeden Fall Ihre Aufmerksamkeit. Der Umsatz stieg rund 80 % auf mehr als 400 Millionen US-Dollar. Damit war Tripadvisor zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wieder profitabel. Der Aktienkurs stieg nach der Bekanntgabe der Zahlen um 19 %.

Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, wie Tripadvisor sich zum Branchenprimus entwickeln konnte. Dafür sollten Sie wissen, dass Tripadvisor keine digitale Reiseagentur ist, sondern „nur“ eine Medienplattform. Was bedeutet das?

Wenn Sie bei Tripadvisor ein Hotel finden, können Sie dieses auf der Plattform nicht direkt buchen. Stattdessen werden Sie auf andere Seiten, zum Beispiel auf Booking oder Expedia weitergeleitet. Für diese Weiterleitung kassiert Tripadvisor eine Gebühr. Außerdem können Reiseanbieter auf der Plattform Werbeanzeigen schalten.

Was den Unterschied zu anderen Reisefirmen ausmacht

Wirklich spannend und absolut erfolgsversprechend ist jedoch eine weitere Leistung, die Tripadvisor über die Tochterfirma Viator anbietet, nämlich die Buchung von Erlebnissen.

Aktuell sorgt Viator für das meiste Wachstum, der Umsatz lag im letzten Quartal bei 140 Millionen US-Dollar. Das sind 60 % mehr als 2019. Zum Vergleich: Bei ganz Tripadvisor liegt der Umsatz rund 1 % unter dem Niveau von 2019.

Langfristig gesehen hat Viator ebenfalls gute Wachstumschancen, weil Erlebnisse zu einem großen Teil noch offline gebucht werden. Das könnte und sollte sich jedoch in den nächsten Jahren ändern. Dafür spricht, dass der Hotelmarkt bereits viel digitaler ist.

Die Chancen stehen also gut, dass Tripadvisor auch nach dem Post-Corona-Boom weiter wachsen könnte. Von 2017 bis 2019 war das Wachstum nur sehr gering, aber die guten Zahlen und die erwartete positive Entwicklung im Erlebnis-Sektor machen Hoffnung, dass Tripadvisor noch einmal richtig durchstarten könnte.

Mit 3,5 Milliarden US-Dollar ist die aktuelle Bewertung noch recht günstig, genaues Hinschauen lohnt sich also für Sie.