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Corona-Gewinner gesucht! Sind Sie dabei?

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Während der Corona-Krise war das Homeoffice ein wichtiges Instrument zur Eindämmung der Infektionszahlen.

Deshalb stieg die Nachfrage nach PCs enorm, Computer- und Software-Hersteller machten sich an der Börse als Corona-Gewinner einen Namen. Inzwischen wurde die Pflicht zum Homeoffice aufgehoben. Neigt sich damit auch der damit verbundene Börsentrend dem Ende? Wir haben genauer hingeschaut.

Die Computer-Branche dümpelte vor Corona eher vor sich hin, die Auslieferungen von PCs waren gleichbleibend, wenn nicht sogar negativ. Das änderte sich schlagartig, als immer mehr Menschen von zu Hause arbeiten sollten, am Ende sogar mussten.

HP als größter US-amerikanischer PC- und Druckerhersteller konnte beispielsweise die eigenen Rekordquartale wieder und wieder toppen. Im abgelaufenen Quartal setzte das Unternehmen 16 Milliarden US-Dollar um. Das ist im Jahresvergleich ein Plus von 30%. Kein Wunder, dass auch die Aktie in den letzten 12 Monaten mit +70% deutlich zulegte. Die Bewertung an der Börse liegt für HP jetzt bei 33 Milliarden US-Dollar.

Neben HP zählt auch Dell zu den Corona-Gewinnern der Computer-Branche. Das Unternehmen wurde 1984 von Michael Dell gegründet. Erster Firmensitz war die Studentenbude, das Startkapital lag bei 1.000 US-Dollar, heute wird das Unternehmen mit 70 Milliarden US-Dollar bewertet.

Von traditioneller Infrastruktur bis hin zur hochmodernen Cloudtechnologie: Dell bietet die gesamte Breite der Branche an – egal, ob Hardware, Software oder Servicelösungen. Vom Corona- Digitalisierungsschub hat Dell gut profitiert. Im letzten Quartal lag der Umsatz bei 65 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von 12%. Die Aktien legten sogar um 60% zu.

Obwohl die Zahlen beider Unternehmen hervorragend sind, gaben die Aktien kürzlich nach. Bei Dell waren es minus 8%, bei HP sogar minus 15%.

Unsicherheit anderer Investoren ist Ihr Vorteil

Einige Investoren sind offenbar verunsichert und denken, dass der Bedarf an neuen Computern erst einmal gedeckt ist. Zudem wird vermutet, dass viele Verbraucher zum Beispiel wegen der Mehrwertsteuersenkung im letzten Jahr einen Kauf vorgezogen haben und der Bedarf deshalb erst recht zurückgehen wird.

Es könnte jedoch auch ganz anders kommen. Die Arbeit von zu Hause könnte zum New Normal werden, denn Umfragen zeigen, dass Millionen Deutsche das Homeoffice zu schätzen gelernt haben und gar nicht mehr zu 100% zurück ins Büro wollen. Es wird erwartet, dass Großunternehmen in Zukunft mehr als bisher auf flexible Arbeitsprozesse setzen. SAP hat beispielsweise schon verkündet, dass Mitarbeiter in Zukunft selbst entscheiden können, ob sie von zu Hause, von unterwegs oder im Büro arbeiten wollen.

Investitionen in die Computerbranche könnten also weiterhin eine gute Wahl sein. Dell und HP könnten mit einem KGV unter 12 sogar ein echtes Schnäppchen sein.