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Cisco – Lieferketten halten, wieder besser

Inhaltsverzeichnis

Der kalifornische Netzwerkausrüster Cisco Systems startet mit unerwartet guten Quartalszahlen in das neue Geschäftsjahr. Vor allem weiter nachlassende Lieferkettenprobleme sorgten für gute Geschäfte.

Umsatzrekord im ersten Quartal

Für das am 29. Oktober beendete erste Quartal des Geschäftsjahres 2023 vermeldet Cisco im Vorjahresvergleich einen Umsatzanstieg um 6 Prozent auf 13,6 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 13,1 Milliarden Euro) – der höchste Wert, den der Dow Jones-Konzern je in einem Quartal erreichte. Analysten waren im Vorfeld im Schnitt nur von gut 13,3 Milliarden Dollar ausgegangen.

Bereits als Cisco Mitte August seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 veröffentlichte, fielen diese wegen weniger schwerwiegender Versorgungsengpässe  – beispielsweise bei Chips – besser aus als erwartet. Dieser Trend setzt sich im neuen Geschäftsjahr fort, zudem profitiert Cisco von seinem hohen Auftragsbestand, den man nun angesichts der sich entspannenden Situation schneller abarbeiten kann.

Vor allem in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika liefen die Geschäfte gut, hier betrug das Umsatzplus 11 Prozent auf 3,68 Milliarden Dollar. Auf dem amerikanischen Kontinent gelang ein Wachstum von 5 Prozent auf 7,91 Milliarden Dollar, wohingegen der Umsatz im Bereich Asien-Pazifik, Japan und China mit 2,04 Milliarden Dollar lediglich stabil blieb.

Höherer Gewinn als erwartet

Die Gewinnzahlen von Cisco bewegten sich im abgelaufenen Quartal in etwa auf Vorjahresniveau, teilweise leicht darüber. So stieg der Betriebsgewinn nach der US-amerikanischen GAAP-Bilanzierung um 3 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar, nach der bereinigten non-GAAP-Berechnung ergibt sich ein Plus von 1 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar.

Das Nettoeinkommen fiel gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar, nach der non-GAAP-Berechnung erhöhte es sich um 2 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie fiel nach US-Bilanzierung um 5 Cent auf 0,65 Dollar, nach der non-GAAP-Berechnung stieg es hingegen um 4 Cent auf 0,86 Dollar und damit den zweitbesten Quartalswert der Unternehmensgeschichte. Branchenexperten hatten mit einem um zwei bis drei Cent niedrigeren Ergebnis gerechnet.

Optimistischer Ausblick sorgt für Aktienplus

Für das komplette Geschäftsjahr 2023 rechnet das Cisco-Management mit einem Umsatzwachstum von 4,5 bis 6,5 Prozent. Das Ergebnis je Aktie soll nach non-GAAP-Berechnung zwischen 3,51 und 3,58 Dollar erreichen. Bei beiden Kennzahlen würden damit die Erwartungen der Analysten tendenziell übertroffen, die im Schnitt ein Umsatzplus von 5 Prozent und ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 3,52 Dollar vorhergesagt hatten. Die Anleger reagieren positiv auf die Quartalszahlen und die recht zuversichtliche Prognose. Die Cisco-Aktie steigt im vormittäglichen deutschen Handel um bis zu 5 Prozent auf etwa 44,50 Euro.