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China: Null-Covid-Strategie belastet die Wirtschaft

Inhaltsverzeichnis

Werfen wir einen Blick nach China, dem Ausgangspunkt der globalen Viruspandemie. Positive Nachrichten werden diese Woche vom Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe gemeldet, der überraschend deutlich gestiegen ist und sogar über den Erwartungen der Analysten lag. Im Gegensatz dazu ist der PMI für das Dienstleistungsgewerbe unverändert geblieben.

Einkaufsmanagerindex besser als erwartet

Die signifikante Verbesserung im verarbeitenden Gewerbe führen die chinesischen Behörden vor allem darauf zurück, dass sich die Situation durch die Stromknappheit entspannt hat. Das ist aber nicht das Ergebnis von Marktwirtschaft. Vor allem die Grundstoffe für das verarbeitende Gewerbe sind durch erhebliche behördliche Eingriffe billiger geworden.

Nachfrage in China weiter schwach

Die staatlichen Eingriffe wirken sich aber bisher nicht auf die Nachfrage aus. Der Automobilabsatz wird nach einer Prognose des chinesischen PKW-Verbands auch im November schrumpfen, ebenso bleibt der Wohnungsmarkt in den Großstädten schwach.

Weiter düstere Aussicht für die Wirtschaft

Die schwache Nachfrage hat vor allem zwei Gründe:

  1. Die chinesischen Behörden halten weiter an der strikten Null-Covid-Politik fest.
  2. Die Immobilienpleite hinterlässt ihre Spuren. Die chinesische Führung will weiter massiv Schulden abbauen

Fazit: Trotz des deutlich besseren Einkaufsmanagerindizes bleiben die Wachstumsaussichten in China weiterhin trübe. Wir 2022 rechnen die Analysten mit einem Wachstum von 4,5% statt 8% in diesem Jahr.