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ChatGDP – wer profitiert vom Quantensprung in der KI?

Inhaltsverzeichnis

Haben Sie schon von ChatGDP gehört?

Der Chatbot von OpenAI wurde Ende November der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und stellt alles in den Schatten, was man bisher von künstlicher Intelligenz kennt.

Er schreibt Gedichte und Aufsätze, beantwortet Fragen in einem Stil, der von dem eines Menschen nicht zu unterscheiden ist, löst Hausaufgaben von Schülern oder Studenten in Sekundenschnelle und kann sogar Computercode programmieren.
Dabei lernt es – wie jedes KI-System – ständig dazu, um in Zukunft noch bessere Antworten zu liefern.

Quantensprung in der KI – Microsoft ist vorn dabei

Viele Experten bezeichnen ChatGDP als einen Quantensprung in der künstlichen Intelligenz.
Doch welche Unternehmen profitieren von davon?
Schließlich ist OpenAI, der Erschaffer der künstlichen Intelligenz, ein nicht-kommerzielles Projekt und ChatGDP kostenlos.

Doch ganz so ist es nicht: OpenAI unterstützt seine gewinnorientierte Tochtergesellschaft OpenAI LP und wird selbst von kommerziellen Unternehmen unterstützt.
An erster Stelle steht hier Microsoft, in dessen Azure-Cloud das KI-System läuft.
Microsoft hat schon 2019 eine Milliarde in OpenAI investiert, steht in Gesprächen für weitere Finanzierungsrunden und hat ein Vorzugsrecht für die kommerzielle Nutzung.

Wird ChatGDP in Bing und Microsoft Office integriert?

Und das möchte Microsoft auch nutzen:
Es ist zu lesen, dass ChatGDP in die Microsoft-Suchmaschine Bing eingebaut werden soll, um Suchanfragen besser zu beantworten.
Auch eine Integration in Microsoft Office wird geprüft.
Damit könnte beispielsweise Outlook automatisch einen Text für die Beantwortung einer E-Mail vorschlagen oder Word Tipps geben, wie ein Text besser geschrieben werden kann.

Damit könnte Microsoft seine führende Position mit der Office-Suite ausbauen und mit seiner Suchmaschine Bing Marktanteile von Google abjagen.

Diese Aktien profitieren im Hardwarebereich und in der Anwendung von KI

Auch im Hardware-Bereich gibt es Profiteure:
Das KI-Projekt läuft auf Prozessoren von Nvidia. Explodiert die Nachfrage nach dem System, dürften auch die Chips von Nvidia verstärkt nachgefragt werden.
Und da KI-Systeme immer mit großen Datenmengen verbunden sind, dürften auch Speicherhersteller wie Pure Storage profitieren.

Schließlich könnten noch Unternehmen profitieren, die Supportdienstleistungen anbieten.
Für einfache Anfragen wird es wohl bald schon keine Mitarbeiter mehr brauchen.
Stattdessen kann ein System wie ChatGDP solche Anfragen wohl schon bald schneller und besser beantworten als ein menschlicher Supporter.
Unternehmen wie Twilio oder ServiceNow können dann besser, schneller und effektiver arbeiten.

Viele Profiteure werden sich erst noch herauskristallisieren

Sie sehen also: Es gibt eine ganze Menge an Profiteuren, und diese Liste ist sicher nicht abschließend.
Denken Sie nur an die Entwicklung des Smartphones: Als Steve Jobs 2007 das erste iPhone vorstellte, konnte sich niemand einmal vorstellen, was diese Handys eines Tages alles können.
Auch bei KI-Chat-Bots dürften sich viele Anwendungen erst im Lauf der Jahre herauskristallisieren.