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Aktien: Chancen in der Autobranche: Hier locken für Anleger hohe Gewinne

Der deutschen Autobranche stehen harte Zeiten bevor. Nach sieben fetten Jahren drohen sieben magere Jahre. Der nächste Zyklus wird tendenziell eher nach unten gerichtet sein. Die Hersteller stehen vor so großen Herausforderungen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Anleger sollten deshalb Autoaktien meiden und stattdessen in alternative Antriebsarten investieren. Hier locken Profitchancen von mehreren Hundert Prozent.

Autohersteller vor immensen Problemen

Noch läuft es in der deutschen Autobranche rund. Für das laufende Jahr rechnet der Verband der Automobilindustrie VDA erneut mit einem Produktionsrekord von 16,7 Millionen Einheiten. Der Auftragseingang aus dem Inland sei stabil und die Bestellungen aus dem Ausland hätten sogar leicht zugelegt. Doch die Zukunft skizziert selbst der sonst vor Optimismus strotzende Autoverband in eher düsteren Farben. Der Berg an Problemen, vor denen die Hersteller stehen, sei noch nie so groß gewesen wie jetzt. Noch nicht einmal während der großen Ölkrise 1973.

Die Liste der Krisen ist lang

Die größten Bedrohungen ergeben sich derzeit sicherlich aus den geplanten Strafzöllen der USA auf europäische Autos, einer Eskalation des Handelskrieges und einer deutlichen Verlangsamung der Weltkonjunktur. Donald Trump droht mit Zöllen von 20 Prozent. Die EU mit Gegenmaßnahmen. Der US-Präsident dürfte sein Vorhaben durchziehen, obwohl er seinen eigenen Autobauern damit keinen Gefallen tut. Auch sie werden zu den großen Verlierern gehören.

Allein schon wegen der Handelskriege werden mittelfristig die Absatzahlen zurückgehen. 29 Prozent aller aus der EU exportierten Autos gehen in die USA. Strafzölle lassen sich nicht an Kunden weitergeben. Autos würden damit so teuer, dass Verbraucher nach Alternativen suchen. Zuletzt hatte Daimler eine Gewinnwarnung ausgesprochen, auch wegen der Strafzölle. Weitere Warnungen von VW und BMW werden folgen. Gewinnprognosen werden zusammenschmelzen wie Butter in der heißen Sonne.

Image ist ramponiert und Vertrauen verspielt

Aber nicht nur die Strafzölle machen BMW, Daimler und VW zu schaffen. Auch die Abgasaffäre ist noch längst nicht bewältigt. Zuletzt wurde bei Audi eine neue Betrugssoftware gefunden.  Vorstandschef Stadler sitzt deshalb in Untersuchungshaft. Auch Daimler gerät immer tiefer in den Betrugsskandal. Das Image der Autobauer ist wegen der Arroganz und Überheblichkeit der Autobosse ramponiert. Jahrelang wurden Verbraucher getäuscht, um die eigenen Bilanzen aufzupolieren. Ob die Kunden auch zukünftig die Treue halten werden, bleibt abzuwarten.

Hinzu kommt, dass das Ende des kostenlosen Geldes auch am Automarkt nicht spurlos vorbei geht. Jahrelang wurden die Absatzzahlen durch Null-Prozent-Finanzierungen befeuert. Doch die Zinsen ziehen an. Die Anreize für Kunden lassen nach. So günstig wie noch vor einiger Zeit lassen sich neue Fahrzeuge heute nicht mehr finanzieren. Außerdem könnte es einer weiteren Verschärfung der CO2-Grenzwerte durch die Brüsseler Bürokratie und weitere Fahrverbote in deutschen Innenstädten geben.

Aktien

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Insgesamt verändern sich die Rahmenbedingungen derzeit dramatisch schnell. Die Autobauer müssen sich auf neue Krisen einstellen. Hinzu kommen Milliardeninvestitionen in neue Antriebe, die zwingend notwendig sind, um nicht den Anschluss zu verlieren. Das alles kostet Geld, während die Umsätze zurückgehen. Ein Szenario, das bedrohlich ist und viele Arbeitsplätze kosten könnte. Die Welt sah für die deutschen Hersteller schon rosiger aus.

Immense Chancen für Anleger

Der Abschwung in der deutschen Autobranche wurde bereits eingeläutet. Der Höhepunkt ist überschritten. Die fetten Jahre sind vorbei. Die Hersteller müssen sich auf unruhige Zeiten vorbereiten. Alternative Antriebsarten werden deshalb immer stärker in den Mittelpunkt rücken. Beispielsweise die Brennstoffzelle. Ihr könnte damit der endgültige Durchbruch gelingen.

Aber auch der klassische Elektroantrieb wird an Bedeutung gewinnen. Für Anleger ergeben sich daraus immense Chancen. Während Autoaktien gemieden werden sollten, gibt es lukrative Profitchancen im Bereich der Brennstoffzelle. Wer auf die richtigen Aktien setzt, kann dicke Gewinne einstreichen.

 

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Über den Autor
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Thomas Schwarzer

Thomas Schwarzer ist ein Wirtschafts- und Börsenexperte mit ausgeprägter Erfahrung im Wirtschafts- und Börsenjournalismus.

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