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Bundesregierung ordert über 1 Million Anti-Corona-Medikamente von Pfizer

Inhaltsverzeichnis

Die Pandemie hat uns wieder im Griff – und die Einschläge rücken näher. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hatte ich Besuch von einem Freund. Kurz nach Sylvester hat er sich per WhatsApp wieder bei mir gemeldet: aus dem Krankenbett. Ein PCR-Test hat bestätigt, was er bereits vermutet hatte: Er hat eine Corona-Infektion mit der Omikron-Variante. Zum Glück hat er nur einen milden Verlauf ohne Fieber und Lungenprobleme. Aber es zeigt, wie ansteckend die neue Virus-Variante ist. Keine Frage: Die Pandemie hat uns wieder im Griff, und doch es gibt einen Lichtblick.

Hochrisikopatienten vor Tod geschützt

Ende letzten Jahres hatte Pfizer positive Daten für die Anti-Corona-Tablette Paxlovid vorgelegt. Das wichtigste Ergebnis: Die Tablette hat in der Studie 90% der Hochrisikopatienten vor einem Krankenhausaufenthalt und dem Tod bewahrt. Unter Hochrisikopatienten versteht man Menschen, die zum Beispiel an Diabetes oder Krebs erkrankt sind und bei einer Covid-19-Erkrankung ein hohes Sterberisiko haben.

Deutlich weniger Krankhauseinweisungen

Und es gibt noch ein weiteres ebenso wichtiges Ergebnis der aktuellen Studie von Pfizer: Das Medikament ist auch gegen die Virusvariante Omikron wirksam. Bei Patienten ohne Vorerkrankung sind zu 70% vor einer Krankenhauseinweisung geschützt.

Unglaubliche Anzahl an Menschenleben gerettet

Die Anti-Corona-Tablette soll kurz nach dem Auftreten der ersten Symptome fünf Tage lang alle 12 Stunden zusammen mit einem antiviralen Medikament eingenommen werden. Der amerikanische Pharmakonzern wertet die Studienergebnisse insgesamt positiv: „Wir sprechen hier von einer unglaublichen Anzahl von geretteten Leben und verhinderten Krankenhausaufenthalten. Und natürlich können wir die Übertragung drastisch reduzieren, wenn wir dieses Mittel schnell nach der Infektion einsetzen“, so der Pfizer-Forschungschef Mikael Dolsten.

Anti-Corona-Tablette in den USA zugelassen

Die Anti-Corona-Tablette wurde jetzt USA zugelassen. Pfizer will bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung beantragen. Nach Angaben des Gesundheitsministers Lauterbach bereitet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) derzeit die nationale Zulassung des Medikaments vor. Lauterbach hat bereits über eine Million Dosen von Paxlovid geordert. Für Pfizer sind das gute Nachrichten. Denn der Pharma-Multi profitiert jetzt zwei neuen Mitteln vom Kampf gegen die Corona-Pandemie. Denn der zusammen mit Biontech entwickelte Corona-Impfstoff wurde bereits milliardenfach eingesetzt.

Neues Medikament stoppt die Vervielfältigung der Viruszellen

Wichtig ist, dass die Anti-Corona-Tablette von Pfizer einen anderen Wirkmechanismus hat als der Impfstoff. Bei dem mRNA-Impfstoff wird ein genetischer Bauplan in die menschlichen Zellen eingeschleust, die am Spike-Protein des Coronavirus ansetzen. Im Gegensatz dazu knöpft sich die Anti-Corona-Pille ein Enzym vor, das die Vervielfältigung der Viren in den Zellen steuert. Damit wirkt das neue Medikament unabhängig davon, wie stark das Spike-Protein bereits mutiert ist.

Fazit:  In der aktuellen Phase mit Omikron als neuer Bedrohung kann sich das neue Medikament in der Pandemie zu einer starken Waffe entwickeln – und zu einem weiteren Milliarden-Umsatz-Schub für Pfizer.