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Bosideng: Hersteller für Daunenartikel wächst weiter

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Wettermodelle zeigten zunächst einen zu warmen Dezember, aber inzwischen werden Temperaturen bis zu drei Grad unter dem Durchschnitt prognostiziert.

Zeit für eine neue Daunenjacke? Dann – und auch wenn Sie ein interessantes Investment suchen – lohnt ein Blick auf Bosideng (WKN: A0M412).

Das chinesische Unternehmen Bosideng wurde bereits 1976 gegründet und gilt heute als führende Marke für Daunenbekleidung. Gao Dekang eröffnete damals mit 6 Nähmaschinen und 11 Mitarbeitern einen kleinen Laden. Die Stoffe ließ er sich mit dem Fahrrad aus Shanghai liefern. Heute ist Dekang CEO und Vorsitzender eines 5 Milliarden Dollar schweren Unternehmens.

Chart Bosideng, Quelle: Aktien Screener Investor Verlag

Spitzenreiter bei den Verkaufszahlen

Unter dem Motto „Warming the World“ hat Bosideng in den letzten Jahren aktiv in- und ausländische Ressourcen integriert und seine Produkte stetig verbessert. Inzwischen ist Bosideng einer der größten Kunden von Gore-Tex weltweit. Laut dem Branchenmonitor Euromonitor International standen die Daunenjacken von Bosideng im Jahr 2021 weltweit auf Platz 1 der Verkaufszahlen.

Der Umsatz wird noch vor allem in China generiert, wobei das Unternehmen plant, auch in anderen Ländern zu wachsen. So wurde beispielsweise bereits 2012 in London ein Flagship-Store eröffnet, der Bosideng 50 Millionen US-Dollar kostete. Darüber hinaus werden mit internationalen Influencern große Marketing-Kampagnen gestartet. Die Schauspielerin Scarlett Johansson oder der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome zählen beispielsweise zum Kreis der Bosideng-Influencer. Das Unternehmen strebt zudem fortlaufend Innovationen und Veränderungen an, um den Kunden einen besseren Service und bessere Produkte anbieten zu können.

Bosideng hat aktuell einen Börsenwert von 5 Milliarden US-Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 17. Hinzu kommt eine Dividendenrendite von 4,7 Prozent.

Bosideng wächst und wächst und wächst

Das Unternehmen steht für ein starkes Wachstum, seit 2017 ist der Umsatz pro Jahr im Schnitt um 19 Prozent gestiegen. Das wirkte sich positiv auf die Bruttomarge aus. Diese konnte von 46 auf 60 Prozent gesteigert werden.

Wachsender Umsatz und eine wachsende Gewinnmarge – das klingt in Ihren Ohren sicherlich nach einem interessanten Investment.

Internationale Partnerschaften

Gut ist auch, dass Bosideng nicht nur mit den eigenen Marken Geschäfte macht, sondern auch als Auftragsproduzent tätig ist. So stellt das Unternehmen beispielsweise Daunenjacken für Adidas her und ist ein Joint Venture mit der Münchner Modemarke Bogner eingegangen. Bogner will mithilfe von Bosideng dem Chinageschäft einen ordentlichen Schub geben.

Investorinnen und Investoren bekommen mit Bosideng eine stabile Firma, die mit guten Wachstumszahlen punktet. Die Bewertung ist günstig, vor allem wenn Sie auf die Wachstumszahlen schauen.

Es gibt allerdings auch eine Kehrseite der Medaille, denn Investitionen in China bergen immer politische Risiken. Zudem fällt es schwer, den chinesischen Fashionmarkt von Deutschland aus zu durchschauen. Ein Blick lohnt jedoch dennoch.