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Bernankes Nobelpreis: Gold und Energie gehören in Ihr Depot

Inhaltsverzeichnis

Haben Sie es auch schon mitbekommen? Der ehemalige US-Notenbank-Chef Ben Bernanke erhielt dieser Tage zusammen mit den US-Ökonomen Douglas Diamond und Philip Dybvig der Nobelpreis für Wirtschaft.

Laut der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm erhalten alle drei die hohe Auszeichnung „für ihre Erforschung von Banken und Finanzkrisen“!

In einer Twitter-Meldung des Nobelpreis-Komitees heißt es über Ben Bernanke: „Ben Bernanke – ausgezeichnet mit dem Preis 2022 in Wirtschaftswissenschaften – analysierte die Große Depression der 1930er Jahre, die schlimmste Wirtschaftskrise der modernen Geschichte. Er zeigte unter anderem, wie der Run auf die Banken ein entscheidender Faktor dafür war, dass die Krise so tief und lang anhaltend wurde.“

Wir leben in wahrhaft verrückten Zeiten, aber dass sie so verrückt sind!

Meine erste Reaktion war: „Echt jetzt?“  Wahrscheinlich sind diese Woche einige Kollegen, die stets vor dem größten Geldexperiment aller Zeiten, der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank und ihrer Auswüchse, gewarnt haben, aus allen Wolken gefallen!

Wie Sie wissen, leiden wir gerade unter zweistelligen Inflationsraten und befinden uns wahrscheinlich mitten in einer Rezession, die sich zur schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik ausweiten kann.

Bernankes Nobelpreis: Warum der Zeitpunkt mindestens unglücklich ist

Und genau in dieser Zeit erhält der Mann, der als Chef der US-Notenbank von 2006 und 2014 nach Alan Greenspan maßgeblich die Weichen einer lockeren Geldpolitik inklusive aller Auswüchse gelegt hat, den Nobelpreis!

Das ist höchst verwunderlich. Nicht umsonst lautete der Spitzname von Ben Bernanke während seine Fed-Zeit einfach nur „Helikopter-Ben“!

Dies ist eine bildhafte Beschreibung, der auf Nobelpreisträger Milton Friedman zurückgehenden geldpolitischen Strategie, die er nutzte.

Geld aus dem Helikopter werfen – Das war die Strategie von Ben Bernanke

Diese beruht darauf die Geldmenge im Krisenfall massiv auszuweiten, bildlich gesprochen Geld aus dem Helikopter auf die Menschen abzuwerfen, um Pleiten, Deflation und Kreditklemme entgegenzuwirken.

In seiner Amtszeit ließ Helikopter-Ben viel Geld regnen – Financial Times, 16. Dezember 2008

Und davon machte Bernanke gerne Gebrauch. So wirkten die niedrigen Zinsen auch der Immobilienblase aus dem Jahr 2008 in den USA nicht entgegen.  

Die lockere Geldpolitik schuf die Grundlage für das Platzen der Immobilienblase und trug zur Finanzkrise bei

Viele Schuldner konnten Ihre Zinsen nicht mehr zurückzahlen; es platzte die Immobilienblase, die am 15.9.2008 Lehman Brothers und andere Banken in die Insolvenz stürzte und in der Finanzkrise mündete.

Damit das Finanzsystem weiter liquide blieb, ordnete Bernanke den Kauf von Anleihen (Quantitative easing) an. Viele Unternehmen, die quasi pleite waren, wurden so gerettet.

Sogenannte Zombie-Unternehmen wurde mit billigem Geld am Leben erhalten

Es entstand eine riesige Blase, die alle Finanzmärkte betraf und jetzt angefangen hat zu platzen!

Und in dieser Zeit bekommt Ben Bernanke den Wirtschafts-Nobelpreis.

Das eigentliche Problem wurde niemals an der Wurzel gepackt, sondern mit Liquidität zugeschüttet.

Doch wegen der hohen Inflationszahlen müssen die Notenbanken jetzt weltweit umdenken und erhöhen die Zinsen, denn das ist das einzige Mittel, was die Inflation jetzt noch eindämmen könnte. Doch was sagt uns das alles?

Nur wenige haben verstanden, was gerade an den Märkten passiert.

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