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Beiersdorf, Rheinmetall: DAX oder MDAX?

Inhaltsverzeichnis

Im Juni entscheidet sich nun wieder, wer in den DAX aufsteigt oder diesem weichen muss – im Rahmen der Indexüberprüfung der Deutschen Börse.

Rheinmetall bald im DAX?

Noch zu Beginn des letzten Börsenmonats hat man hier und da jedenfalls Meldungen lesen können, wonach Rheinmetall auf dem besten Weg in den deutschen Leitindex aufsteigen werde, vorausgesetzt der Aktienkurs hätte sich auf dem Niveau dieses Zeitpunktes halten können.

Doch ein Monat ist eine Menge Zeit – und in dieser Zeit sind die Chancen bereits wieder stark gesunken. Die Anteilsscheine von Rheinmetall profitierten – so traurig es auch ist vor diesem Hintergrund von Profiteuren zu sprechen – vom Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine.

Doch seit dem Allzeithoch Ende April bei 224,90 Euro kam die Aktie deutlich zurück und notiert inzwischen heute wieder bei gut 189,45 Euro (Stand 01.06.22, 10:44 Uhr). Hier wäre also auf die letzten Meter noch eine echte Rally nötig gewesen, um den DAX-Aufstieg noch schaffen zu können.

Hin und her: Beiersdorf zwischen den Indizes

Einen regelrechten Tanz auf der Grenze zwischen den DAX und dem Nebenwerteindex MDAX veranstaltet indes der Kosmetikkonzern Beiersdorf.

So hat das Hamburger Unternehmen schon mehrfach die Seiten gewechselt und ist von Siemens Energy zuletzt aus der ersten Börsenliga verdrängt worden. Dafür kam Beiersdorf wieder für Deutsche Wohnen zurück in den Index, um aber zuletzt im März dieses Jahres dann wieder für Daimler Truck eine Etage tiefer rutschen zu müssen.

Und jetzt? Tatsächlich sollte der Nivea-Konzern zahlreichen Einschätzungen zufolge den Aufstieg derzeit wieder packen. Und das vielleicht dieses Mal sogar längerfristig. Denn zuletzt konnte die Aktie kräftig zulegen.

Und wenn einer aufsteigt, muss auch einer runter in den MDAX, klar. Für Beiersdorf weichen soll dann voraussichtlich wieder Delivery Hero. Was ich persönlich übrigens keineswegs schlimm finde.

Wechsel im MDAX

In der zweiten Liga, dem MDAX, könnte im Rahmen der Indexüberprüfung Encavis, der Betreiber von Wind- und Solarparks, das Finanztechnologieunternehmen Hypoport ersetzen.

Außerdem könnte es der Aareal Bank gelingen erneut in das mittlere deutsche Nebenwertesegment aufgenommen zu werden, wofür dann hingegen der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich seinen Platz räumen müsste.

Werfen wir noch einen Blick in den SDAX

In den beiden Indizes SDAX und dem TecDAX kann es unterdessen passieren, dass das erst seit Ende 2020 an der Börse notierte Rüstungsunternehmen Hensoldt reinrutscht und dafür der deutsche Laserspezialist LPKF absteigen muss.

Ebenfalls eng könnte es für About You im SDAX werden. Denn die Aktie des Onlinemodehändlers hat in den vergangenen Monaten deutlich Federn lassen müssen.

Es bleibt also spannend, wer auf- und wer absteigen darf bzw. muss. Die Deutsche Börse wird die anstehende Indexentscheidung jedenfalls schon diese Woche Freitag verkünden. Final gültig sind die Änderungen in den Indizes dann am 20. Juni, also gut drei Wochen später.