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Bakkafrost – Lachskonzern von den Färöer-Inseln macht keine großen Sprünge

Inhaltsverzeichnis

Bei einem der weltgrößten Lachsverarbeiter ist das Geschäft im zweiten Vierteljahr nicht gut gelaufen: Bakkafrost, das auf den Färöer-Inseln beheimatete Unternehmen, hat erheblich weniger  verdient als im Jahr zuvor.

Günstige Bedingungen für Lachsfarmen im Nordatlantik

Ob Frischlachs, gefrorener Lachs, Räucherlachs oder Lachs in Dosen – Bakkafrost stellt alle wichtigen Lachsprodukte her und darüber hinaus auch noch Fischmehl. Das Unternehmen unterhält eigene Lachsfarmen auf den heimischen Färöer-Inseln sowie in Schottland. Aufgrund der in der Regel kühlen und stetigen Wassertemperaturen im Nordatlantik gelten die Bedingungen dort als ideal für die Zucht von hochwertigem Lachs. Der Anteil von Bio-Lachs, der höhere Preise einbringt, ist bei Bakkafrost deshalb größer als bei vielen Konkurrenten.

Ungünstige Voraussetzungen

Im zweiten Quartal 2023 waren die Voraussetzungen für Lachsfarmen und Fischverarbeiter allerdings nicht gerade günstig. Das Volumen an verarbeitetem Lachs fiel bei Bakkafrost denn auch geringer aus als ein Jahr zuvor – auch bedingt dadurch, dass das Durchschnittsgewicht der Fische aufgrund ungünstiger Umweltbedingungen zurückging. Zudem kam es in der schottischen Lachsfarm zu einem stärkeren Fischsterben.

Die erzielten Preise gaben ebenfalls nach. Das macht sich in einem leichten Umsatzrückgang bemerkbar. Die Verkaufserlöse erreichten mit 1,67 Milliarden Dänischen  Kronen (DKK), umgerechnet rund 224 Millionen Euro, trotz eines Firmenzukaufs nicht ganz den Vorjahreswert von 1,68 Milliarden DKK. Das ist allerdings besser als es Analysten im Durchschnitt mit 1,59 Milliarden DKK prognostiziert hatten. 

An der Osloer Börse zuhause

Bakkafrost bilanziert zwar in Dänischen Kronen, die Heimatbörse ist jedoch Oslo, entsprechend wird die Aktie in Norwegischen Kronen (NOK) notiert. Im gesamten ersten Halbjahr hat der Absatz des Lachs-Spezialisten jedoch zugenommen, von 3,3 Milliarden DKK auf 3,7 Milliarden DKK (496 Millionen Euro), also um rund 12 %.

Konnte sich der Umsatz  im zweiten Vierteljahr noch einigermaßen behaupten, so lässt sich das vom Ertrag ganz und gar nicht behaupten. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sackte von 587 Millionen DKK auf 353 Millionen DKK ab, ein Minus von fast 40%.

Aufgrund einer massiven Anpassung des Fair Values der Biomasse tauchte das Quartalsergebnis sogar tief in den roten Bereich ab. Nach einem Plus von 845 Millionen DKK wurde nun ein Minus von 123 Millionen DKK errechnet.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie fällt viel stärker als erwartet

Der Fair Value der biologischen Assets schwankt in der Regel im Jahresverlauf stark, weshalb Bakkafrost den um diesen Effekt bereinigten Gewinn für aussagekräftiger hält. Und der ist im zweiten Vierteljahr im schwarzen Bereich geblieben und „nur“ von 400 Millionen DKK auf 224 Millionen DKK zurückgegangen, also um  44%. Entsprechend ist das bereinigte Ergebnis je Aktie von 6,77 DKK auf 3,79 DKK gefallen. Das liegt um knapp 18% unterhalb der Erwartungen, die im Durchschnitt bei 4,61 DKK gelegen hatten. An der Börse kamen insbesondere die Ertragszahlen nicht gut an. Bis zum Mittag konnte die Aktie zwar einen Teil der anfänglichen Verluste aufholen, mit Kursen um 46 Euro bleibt das Minus mit 6% aber  happig. Bakkafrost setzt damit seinen schlechten Lauf fort: Seit Ende April ist die Notierung um über ein Viertel gefallen.