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Baidu-Aktie im Katastrophen-Modus: Sind Roboterautos der Ausweg?

Inhaltsverzeichnis

Es ist eine Katastrophe: Im Laufe des letzten Jahres hat sich der Wert der Baidu-Aktie fast halbiert. Wie andere chinesische Tech-Unternehmen geriet auch der Suchmaschinenkonzern ins Visier der dortigen Behörden.

So musste Baidu beispielsweise Strafen für ältere Akquisitionen bezahlen, die sich der Konzern offenbar nicht regelkonform hatte genehmigen lassen. Doch nicht nur das: Die Regierung in Peking will die Marktmacht des Unternehmens in den kommenden Jahren drastisch einschränken und Baidu zu mehr Transparenz verpflichten. Dabei geht es zum Beispiel um die Nutzung von Daten zu Werbezwecken und verschiedene Empfehlungsmechanismen.

Baidu muss um sein Geschäft bangen

Da sich Baidu ähnlich wie Google durch Online-Marketing finanziert, dürften die neuen und die wahrscheinlich noch kommenden Regularien die Geschäftstätigkeit des Tech-Konzerns empfindlich einschränken. Kein Wunder also, dass die Anleger im letzten Jahr bei der Aktie den Daumen gesenkt hatten.

Und auch bilanziell sieht es derzeit alles andere als rosig aus. Zwar konnte man im dritten Quartal 2021 den Umsatz um 13 Prozent steigern. Unterm Strich aber fuhr Chinas größter Suchmaschinenbetreiber einen deutlichen Verlust ein. Viele Beobachter sehen das als Signal, dass die Zeit der sprudelnden Gewinne bei Baidu nun endgültig vorbei sein könnte.

Ganz so schlimm wird es wohl nicht werden

Denn: Die Regierung in Peking dürfte kein Interesse daran haben, die Existenz des Tech-Konzerns zu beenden. Zu groß ist dessen Beitrag für die Volkswirtschaft und nicht zuletzt für den technologischen Fortschritt.

Vielmehr dürften die Regulierungsmaßnahmen als eine Art Warnschuss gedacht sein.  Frei nach dem Motto: In China hat immer noch die Kommunistische Partei das Sagen – und nicht die übergroßen Tech-Riesen.

Als Anleger sollten Sie sich also darauf einstellen, dass Baidus Geschäftstätigkeit jetzt zwar eingeschränkt ist, sich der Konzern aber nach wie vor auf einem hohen Level bewegt. Eine Erkenntnis, die im Aktienkurs derzeit nicht eingepreist ist und Ihnen somit lukrative Einstiegschancen bietet. Natürlich gibt es dabei auch Risikofaktoren, schließlich ist die Politik Pekings seit jeher von einer gewissen Willkür geprägt.

Mega-Chance Roboterautos

Doch meiner Meinung nach überwiegt das Potenzial. Beispiel: Autonomes Fahren. Ähnlich wie sein Pendant aus den USA forscht auch Baidu an selbstfahrenden Autos. Ein Markt, der in China schon wesentlich weiter ist als etwa in Europa. Die Regierung in Peking fördert solche Roboterautos mit viel Geld und flexiblen Gesetzen. Das Kalkül: Heimische Unternehmen sollen ausländische Konkurrenten übertrumpfen.

Davon profitiert Baidu. Erst kürzlich kündigte der Tech-Konzern an, dass man die Serienproduktion selbstfahrender Autos bereits 2023 anlaufen lasse. Baidu kooperiert hier mit dem chinesischen Autokonzern Geely.

Die ersten Fahrzeuge sollen das autonome Fahren der Stufe 4 beherrschen. Auf diesem Level der Automatisierung kann das Auto im Prinzip schon fast komplett selbstständig agieren. In Ausnahmesituation aber muss der menschliche Fahrer nach wie vor einsatzbereit sein.

Später wollen Baidu und Geely dann auch Stufe-5-Fahrzeuge massenhaft herstellen. Diese kommen ohne Steuerungsvorrichtungen aus und sind daher vollautonom. Echte Roboterautos also, die zum Beispiel im Taxi-Bereich sinnvoll sind.

Aktie mit langfristigem Potenzial

Baidu jedenfalls dürfte sich hier im Unterschied zum Suchmaschinengeschäft auf volle Rückendeckung der chinesischen Behörden einstellen können. Schon Ende der 20er Jahre könnten in China Millionen von Roboterautos auf den Straßen unterwegs sein – mit Technik von Baidu. Das schafft langfristiges Potenzial für den Konzern und dessen Aktie.

Als Anleger sollten Sie Baidu also noch lange nicht abschreiben.