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Auto-Aktien: Warum die Elektromobilität von Abo-Modellen profitiert!

Inhaltsverzeichnis

Ladeinfrastruktur, Reichweite, Reparaturkosten oder die Wiederverkaufspreise: Noch immer sind viele Verbraucher skeptisch, wenn es um den Kauf von Elektroautos geht. Gelingen kann die Transformation aber nur, wenn man eben diese Bedenkenträger mit ins Boot holt. Das ist zugleich die größte Herausforderung der Autobranche.

Auto-Abos: Kunden geben Risiko ab

Nun könnte es eine Lösung geben. Im Mittelpunkt: die sogenannten Auto-Abos. Kunden können damit Fahrzeuge gegen eine feste monatliche Gebühr nutzen. Der Clou: In der monatlichen Rate sind die meisten Nebenkosten enthalten (Versicherung, Steuern, Service etc.). Lediglich die Kraftstoffe bzw. den Strom müssen die Kunden zusätzlich bezahlen.

Gleichzeitig sind die Laufzeiten deutlich kürzer als etwa beim Auto-Leasing. Die Verbraucher können sich somit ein Fahrzeug beispielsweise nur für sechs Monate buchen. Das hat zwei Vorteile: Zum einen können die Kunden die Nutzung flexibler planen und dadurch ihr Risiko minimieren. Zum anderen sind diese Abos meist sofort oder innerhalb weniger Wochen verfügbar. Gerade in Zeiten, in denen die Lieferdauer beim Leasing oder Kauf nicht selten bis zu einem Jahr beträgt, ist das durchaus vorteilhaft.

CAR-Studie: Warum die Abos die E-Mobilität anheizen könnten

Gerade mit Blick auf die Elektromobilität könnten sich die Auto-Abos als Anheizer herausstellen. Der Grund: Kunden können ohne großes Risiko Elektroautos für wenige Monate testen und sich im besten Falle von den Vorzügen der Stromer überzeugen. Zu diesem Schluss kommt jetzt auch eine Studie der Organisation „Center of Automotive Research“ (CAR).

In einer CAR-Umfrage unter Autokäufern meldeten 72 Prozent der Teilnehmer Interesse an einem Abo-Nutzungsmodell für E-Autos an. Interessant: 46 Prozent sagten, dass ein Auto-Abo den Einstieg in die Elektromobilität erleichtere.

„Da als wesentlich empfundene Risiken beim Auto-Abo für den Kunden ausgeklammert werden, ist selbst für Autofahrer mit wenig Wissen und Erfahrung zum Auto-Abo die Nutzungsform sehr interessant“, so ein Fazit der CAR-Studie (Zitatquelle: offizielle Homepage von CAR, 15. Februar 2022).

Tatsächlich hatten etwa 47 Prozent der Umfrageteilnehmer zuvor noch nie von Auto-Abos gehört. Erst nach einer Erläuterung durch CAR hätte sich das oben erwähnte Interesse an dem Geschäftsmodell gebildet.  „Eine Nutzungsform, die also bisher kaum bekannt ist, kommt bei verständlicher Erläuterung in das sogenannte „evoked set“, also in die engere Auswahl der Befragten“, so CAR weiter.

Tesla-Chef Musk plant Symbiose aus Abos und Robotaxis

Es bleibt nun abzuwarten, ob das Kalkül aufgehen wird. Viele Autobauer jedenfalls sind längst auf den Abo-Zug aufgesprungen. Ganz vorne mit dabei: Tesla. Laut einem Bericht von „Business Insider“ will Konzernboss Elon Musk künftig gar überhaupt keine Autos mehr regulär verkaufen. Stattdessen wolle er sich einem Abo-Modell für seine Elektroautos zuwenden.

Voraussetzung sei, dass Teslas vollautonome Fahrhilfe voll funktionstüchtig sei. Dies könnte laut Musk schon Ende 2022 der Fall sein. Die Vision des Milliardärs: Wer künftig ein Auto benötigt, bestellt es sich per App und es kommt vollautomatisch vorgefahren. Anschließend können die Kunden das Auto so lange nutzen, wie sie möchten.

Carsharing also? Nun, nicht ganz. Während der Leerlaufzeit zwischen der Nutzung durch zwei Kunden sollen die E-Autos vollautonom als Taxis unterwegs sein. Musk plant also eine Symbiose aus Abo-Modell und Robotaxis. Der Vorteil: Die Fahrzeuge wären praktisch ununterbrochen unterwegs und würden die Kassen der Kalifornier kontinuierlich füllen.

Ob sich das System durchsetzen wird, bleibt natürlich fraglich. Denn Tesla müsste für den dauerhaften Betrieb hohe Kosten für Verschleiß und Reinigung veranschlagen.

Mein Fazit für Sie

Doch auch ohne die Robotaxi-Fantasie ist das Abo-Modell zukunftsfähig. Der schwedische Autobauer Volvo etwa bietet seit Längerem solche Mietdienste an. Nach Angaben des Konzerns haben sich 2021 bereits 13 Prozent aller Neuwagenkunden für ein Abonnement entschieden – die Hälfte davon waren Privatkunden. Perspektivisch rechnet Volvo damit, dass die Abos mehr als die Hälfte des Absatzes im Neuwagenbereich ausmachen werden.

Für die Hersteller könnte sich das auszahlen. Ähnlich wie die Smartphone-Konzerne überarbeiten auch die Autobauer inzwischen ihre Modelle im Jahresrythmus. Dank der Abos könnten die Unternehmen ihre neuen Fahrzeuge schneller und ohne größere Hindernisse zu den Kunden bringen.

Wollen Sie in die Autobranche und die Elektromobilität investieren, sollten Sie das Thema Auto-Abos auf jeden Fall im Blick behalten. Nicht zuletzt könnten die Unternehmen hiermit ihre Margen aufpolieren.