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Augen auf beim Inflationsschutz: Wie Sie sich wirklich vor Verlusten schützen

Inhaltsverzeichnis

Nachdem es sich viele Jahre lang versteckt hat, ist das Inflationsgespenst zurück. Sowohl Verbraucher als auch Experten sind in großer Sorge, befürchten, dass die Teuerungsrate weiter steigen und dauerhaft auf einem hohen Niveau bleiben könnte.

Rekordwerte bei der Inflation entwerten Ihre Ersparnisse. In nur zehn Jahren könnte sich der Wert Ihres Vermögens halbieren.

Als jeden Monat neue Höchstwerte bei der Inflation bekannt gegeben wurden, versuchten viele Anlegerinnen und Anleger zu retten, was noch zu retten war. Sie folgten immer häufiger dem Tipp, in Bitcoin, der ältesten und wichtigsten Kryptowährung, zu investieren. War das eine gute Idee? Konnte eine Anlageklasse, die in nur wenigen Monaten zwischen 65.000 und 30.000 Dollar geschwankt war, Inflationsschutz bieten?

Was für den Bitcoin spricht

Befürworter des Bitcoins argumentieren so: Die Anzahl der Bitcoins ist auf 21 Millionen begrenzt und das Wachstumstempo wird nach und nach gesenkt. Anders ausgedrückt: Die Geschwindigkeit, mit der neue Bitcoins programmiert werden, nimmt ab. Durchschnittlich wird sie alle vier Jahre halbiert. Auf herkömmliche Währungen, wie den Euro oder den Dollar, trifft das nicht zu. Die Notenbanken bringen mit ihrer expansiven Geldpolitik immer schneller Geld unter die Leute. In den USA ist die Geldmenge M2 seit Anfang 2018 um mehr als 50 Prozent gewachsen. Die Anzahl der Bitcoin stieg im gleichen Zeitraum nur um zwölf Prozent.

Dieses Argument erschien offenbar vielen Anlegerinnen und Anlegern schlüssig. Laut dem Handelsblatt hat die US-Bank JP Morgan ausgerechnet, dass seit 2019 netto rund 100 Milliarden Dollar in Bitcoin-Fonds geflossen sind und damit mehr als doppelt so viel wie in Gold-ETFs.

Sparerinnen und Sparer, die ihr Vermögen vor Verlusten und Enteignung schützen wollten und in Bitcoin oder eine andere Kryptowährung investierten, leben jedoch inzwischen in großer Angst. Denn die Turbulenzen am Kryptomarkt werden immer stärker. Der Bitcoin fiel letzte Woche zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit dem vergangenen Juli. Andere, weniger bekannte Kryptowährungen, verloren teilweise binnen 24 Stunden 30 Prozent des Wertes.

Warum die Rechnung nicht aufgeht

„Am Markt herrscht mittlerweile mehr als eine Prise Ausverkaufstimmung“ wird Krypto-Analyst Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus im Handelsblatt zitiert. Die Anlegerinnen und Anleger würden nahezu panisch aus ihren Wertanlagen flüchten. Stimmungsindikatoren bestätigen seine Beobachtungen. Der Angst-und-Gier-Index der Analyseseite Coingecko, der die Stimmung unter den Anlegern misst, zeigt extreme Furcht an. Selbst langfristige Unterstützer werden nervös.

Als Grund für den rasanten Kursverfall wird der erwartete Strategiewechsel in der Geldpolitik der US-Notenbank Fed angeführt. Werden die Leitzinsen erhöht, wird dem Markt Liquidität entzogen. Anlegerinnen und Anleger trennen sich in solchen Phasen meist von riskanteren Positionen wie Kryptowährungen.

Begünstigt wird der Kursrutsch durch die Hebelwirkungen am Markt. Der Kryptomarkt ist traditionell stark gehebelt. An der Kryptobörse Bitmex ist es beispielsweise möglich, mit einem bis zu 100-fachen Hebel zu spekulieren. Für ein Investment in Höhe von 100.000 Dollar benötigen Sie nur einen Einsatz von 1000 Dollar.

Welcher Strategie Sie noch vertrauen können

Die Frage, ob der Bitcoin in inflationären Zeiten Schutz vor Verlusten bietet, kann aus wissenschaftlicher Sicht ohnehin noch nicht beantwortet werden. Der Bitcoin existiert dafür noch nicht lange genug, die Datenlage ist zu dünn.

Deshalb empfehlen wir Ihnen, besser dem altbewährten Inflationsschutz zu vertrauen. Das sind Anlagen, die in vergangenen Hoch-Inflations-Zeiten, wie in den 1970er-Jahren, nachweislich Schutz geboten haben.