Audi-Bilanz 2025: Rendite sinkt unter Marktdruck auf 5,1 Prozent

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Die Audi AG hat am Dienstag in Ingolstadt die detaillierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. In einem von geopolitischen Spannungen und intensivem Wettbewerb geprägten Umfeld verzeichnete die Markengruppe Progressive, zu der neben Audi auch Lamborghini, Bentley und Ducati gehören, einen Umsatzanstieg auf 65,5 Milliarden Euro. Trotz dieses Zuwachses beim Erlös ging das operative Ergebnis deutlich zurück und lag mit 3,4 Milliarden Euro knapp 14 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die operative Umsatzrendite sank korrespondierend auf 5,1 Prozent, nach 6,0 Prozent im Jahr zuvor.

Vorstandschef Gernot Döllner und Finanzvorstand Jürgen Rittersberger verwiesen bei der Präsentation auf erhebliche externe Belastungsfaktoren. Insbesondere die Zollpolitik in den USA sowie der anhaltende Preiskrieg auf dem chinesischen Markt verhinderten eine stärkere Ertragskraft. Dennoch betonte die Konzernleitung, dass man das Jahr 2025 angesichts der Rahmenbedingungen mit einer robusten Finanzbasis abgeschlossen habe.

Regionale Herausforderungen und Auswirkungen der Zollpolitik

Ein zentraler Faktor für die Ergebnisentwicklung waren die Handelsbarrieren im nordamerikanischen Markt. Da Audi im Gegensatz zu Wettbewerbern über keine eigene Fertigung in den USA verfügt, trafen die erhöhten Importzölle das Unternehmen unmittelbar. Laut Finanzvorstand Rittersberger belasteten diese Zölle das operative Ergebnis mit rund 1,2 Milliarden Euro, was die Marge um etwa zwei Prozentpunkte drückte. Da die Zusatzkosten kaum an die Kunden weitergegeben werden konnten, sank der Absatz in Nordamerika um 12,2 Prozent auf 202.143 Fahrzeuge.

In China, dem wichtigsten Einzelmarkt, sah sich Audi ebenfalls mit Gegenwind konfrontiert. Der Absatz der Marke mit den vier Ringen ging dort um 5,0 Prozent auf 617.514 Einheiten zurück. Das Unternehmen führt dies auf den intensiven Wettbewerb, insbesondere bei Elektrofahrzeugen, zurück. Um gegenzusteuern, hat Audi im Jahr 2025 die Modelloffensive in China mit marktspezifischen Fahrzeugen wie dem Audi A5L und dem ersten Modell der neuen Kooperationsmarke AUDI (ohne Ringe-Logo) gestartet.

Fortschritte bei der Elektromobilität und Transformation

Positiv entwickelte sich hingegen das Segment der vollelektrischen Fahrzeuge (BEV). Die Auslieferungen von Elektroautos stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf 223.032 Einheiten. Maßgeblichen Anteil an diesem Wachstum hatten die neuen Modelle auf der PPE-Plattform (Premium Platform Electric). Der Audi Q6 e-tron erreichte im ersten vollen Verkaufsjahr rund 84.000 Auslieferungen, während der Audi A6 e-tron etwa 37.000 Mal abgesetzt wurde.

Um die Profitabilität langfristig zu sichern, treibt das Management das „Performance Programm 14“ voran. Ziel ist es, durch effizientere Strukturen und reduzierte Komplexität jährlich mehr als eine Milliarde Euro einzusparen. Im Rahmen der „Audi Zukunftsvereinbarung“ wurde zudem der Abbau von 7.500 Stellen in Deutschland bis 2029 ohne betriebsbedingte Kündigungen bestätigt. Für die verbliebene Belegschaft an den deutschen Standorten wurde für das abgelaufene Jahr eine Ergebnisbeteiligung von 1.740 Euro pro Facharbeiter angekündigt.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Audi eine leichte Stabilisierung, wenngleich das Marktumfeld anspruchsvoll bleibt. Der Konzern erwartet einen Umsatz zwischen 63 und 68 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite soll sich dank der greifenden Sparmaßnahmen und einer verbesserten Modellverfügbarkeit auf einen Korridor von 6 bis 8 Prozent verbessern. Ein strategisches Highlight für 2026 ist zudem der geplante Einstieg in die Formel 1, der die technologische Kompetenz der Marke unterstreichen soll. Eine Entscheidung über einen möglichen Werkbau in den USA, um die Zollthematik strukturell zu lösen, soll laut CEO Döllner noch im Laufe dieses Jahres fallen.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.