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Corona-Proteste in China: Lassen Sie weiter die Finger von chinesischen Aktien

Inhaltsverzeichnis

„Buy ond bad news“ – dieses antizyklische Motto kennen Sie. Wenn die Masse der Anleger aufgrund von vermeintlich schlechten Nachrichten Aktien verkauft, greifen Sie zu. Das ist Problem ist, wenn die Nachrichten tatsächlich immer schlechter werden. Dann greifen Sie nämlich in ein fallendes Messer, wie ein weiteres Börsenmotto lautet: „Never catch a falikng knife.“ Und genau das trifft zunehmend auf China zu.

Corona-Proteste trotz massiver Polizeipräsenz

Folgt die Bevölkerung in China jetzt dem Beispiel von Iran? Überall in China weiten sich die Proteste gegen die strikte Null-Covid-Politik aus. Davon betroffen sind auch Großstädte wie Shanghai oder Peking. Auch wenn die Proteste im Vergleich zu westlichen Demonstrationen klein aussehen mag, ist dies einer Überwachungs-Diktator beachtlich, wenn trotz massiver Polizeipräsenz Menschen auf die Straße gehen.

Corona-Unruhen verunsichern die Anleger

Die Proteste gegen die Restriktionen der chinesischen Führung haben nicht die Anleger in Asien, sondern auch in Europa verunsichert. „Fällt China als Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft aus, könnte die Rezession in Europa und den USA doch länger und tiefer werden, als es die zuletzt aufgekeimten Hoffnungen wahrhaben wollen“, so der Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets.

China ist als globale Wachstumslokomotive längst ausgefallen

Allerdings sollten Sie nicht vergessen, dass China schon längst nicht mehr als weltweite Wachstumslokomotive in Frage kommt. Andere asiatische Länder wie zum Beispiel Indien sind längst erfolgreicher. Neben den zahlreichen strukturellen Problemen – Stichworte Überalterung, hohe Verschuldung aufgeblähter Staatsunternehmen, angeschlagener Immobiliensektor – kommt die ideologische Blockierung der Führung und die zunehmende Drangsalierung börsennotierter chinesischer Firmen hinzu.

Kein gutes Klima für Innovationen und Anleger

In einem derartigen Klima kommen weder Kauflaune an der Börse noch Innovationen auf. Jetzt müssen wir befürchten, dass die inflexible Führung rabiat reagiert und damit noch mehr Anleger verschreckt.

Fazit: Während die meisten westlichen Länder bereits vom Ende der Pandemie sprechen, bekommt China ihr Corona-Problem nicht in den Griff. Die chinesische Führung zeigt damit erneut, dass sie nicht bereit ist, aus Fehlern zu lernen. Selbst wenn in der Vergangenheit das antizyklische Motto „buy ond bad news“ häufig erfolgreich war, würden Sie derzeit bei China nur in ein fallendes Messer greifen. Machen Sie weiter einen Bogen um chinesische Aktien, zumal es genug solide Alternativen gibt – zum Beispiel in Indien.