BYD-Aktie: Tesla überholt – Dezember schockiert

Emblem eines Autos mit der Aufschrift "BYD" auf weißem Hintergrund.
FellowNeko / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Die Euphorie um den chinesischen Technologieriesen BYD weicht zu Jahresbeginn 2026 einer nüchternen Realität. Während der Konzern mit einem historischen Meilenstein in die Geschichtsbücher eingeht – und den US-Rivalen Tesla endgültig beim Absatz hinter sich lässt –, senden die jüngsten Dezember-Daten und der Aktienkurs deutliche Warnsignale. Investoren stehen vor einem Paradoxon: Nie war BYD mächtiger, und selten war die Aktie zuletzt so unter Druck.

Der Paukenschlag: BYD entthront Tesla

Die Schlagzeile des Jahres 2025 ist bestätigt: BYD hat Tesla als weltweit größten Hersteller von reinen Elektrofahrzeugen auf Jahresbasis abgelöst. Mit einem Rekordabsatz von rund 4,6 Millionen Fahrzeugen im Gesamtjahr 2025 zementiert das Unternehmen seine Dominanz.

Doch der Jubel wird durch einen bitteren Beigeschmack gedämpft. Der Dezember 2025, traditionell ein starker Monat, endete mit einer kalten Dusche: Der monatliche Absatz brach um rund 18 Prozent im Vorjahresvergleich ein. Ein solcher Rückgang ist für die erfolgsverwöhnten Chinesen höchst ungewöhnlich und deutet darauf hin, dass die aggressive Preisschlacht im Heimatmarkt China nun auch beim Marktführer Spuren hinterlässt.

Jahresausblick 2026: Das Jahr der Bewährung

2026 wird für BYD kein Jahr des blinden Wachstums, sondern das Jahr der Margen-Verteidigung. Experten erwarten einen Paradigmenwechsel:

  • Fokus auf Profitabilität: Das Management wird gezwungen sein, weniger auf reine Stückzahlen und mehr auf den Verkauf teurerer Modelle (Marken DenzaFang Cheng BaoYangwang) zu achten, um den Gewinn je Aktie zu stabilisieren.
  • Intelligente Technologie als Differenzierungsmerkmal: Nachdem BYD die Elektrifizierung gewonnen hat, verlagert sich der Kampf auf Software und autonomes Fahren. Hier muss BYD beweisen, dass es den Vorsprung von Konkurrenten wie Huawei aufholen kann.
  • Konsolidierungswelle: Es wird erwartet, dass BYD seine finanzielle Stärke nutzt, um schwächelnde kleine Konkurrenten aus dem Markt zu drängen, was mittelfristig die Preissetzungsmacht zurückbringen könnte.

Fazit für Anleger

BYD befindet sich in einer klassischen Übergangsphase vom aggressiven Wachstumsunternehmen zum globalen Industrie-Giganten. Das bedeutet das für die BYD-Aktie:

  • Das ist spannend: Die Bewertung der BYD-Aktie ist mit einem KGV von ca. 18-20 (historisch betrachtet) moderat geworden. Der massive Ausbau des Exportgeschäfts ist der wichtigste Hebel, um der Preisfalle in China zu entkommen. Gelingt die Skalierung der Premium-Marken, könnte der Gewinnboden bald gefunden sein.
  • Chancen: Antizyklische Investoren könnten das aktuelle Kursniveau als Einstiegsgelegenheit sehen, sofern sie an die Internationalisierungsstrategie glauben. BYD ist als einziger Hersteller profitabel genug, um den Preiskrieg langfristig zu überleben und gestärkt daraus hervorzugehen.
  • Risiken: Kurzfristig droht weiteres Ungemach durch schwache Q1-Zahlen 2026 und mögliche geopolitische Gegenwinde (Zölle). Der Dezember-Einbruch ist ein ernstzunehmendes Warnsignal für die Inlandsnachfrage.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.