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China erlebt im zweiten Quartal einen empfindlichen Einbruch

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Die neuen, von der Regierung veranlassten Corona-Maßnahmen haben das Wachstum im zweiten Quartal erheblich belastet. Insbesondere war hiervon die Boomregion Shanghai betroffen. Weitere Lockdowns in der Hauptstadt Peking würgten den privaten Verbrauch praktisch erneut ab und verschärften noch einmal spürbar die bekannten Lieferkettenprobleme.

Besonders Boomregion Shanghai betroffen

Das reale BIP verringerte sich im zweiten Quartal 2022 um beachtliche -2,6% gegenüber dem Vorquartal, und blieb damit deutlich unter den Erwartungen von 1,2%. Die erste Negativentwicklung seit dem Corona-Einbruch Anfang 2020.

Export verbessert sich wieder, nur der private Konsum nicht

Aktuell verbessert sich die Lage aber wieder. Mit der Wiedereröffnung der meisten Betriebe vor allem in Shanghai konnte die Industrieproduktion wieder hochgefahren werden. Dies sorgte in den Monaten Mai und Juni bereits in diesem Sektor für einen kräftigen Aufschwung (Mai 4,2% und Juni 0,8%. Zudem erholte sich vor diesem Hintergrund auch der Außenhandel wieder merklich.

20% der jungen Chinesen sind arbeitslos

Lediglich der private Konsum konnte sich diesem Trend noch nicht in ausreichendem Maße anschließen. Die Einzelhandelsumsätze verbesserten sich im Juni lediglich um 0,5%. Daran dürfte die aktuell relativ hohe Arbeitslosigkeit im Land einen maßgeblichen Anteil haben. Fast 20% Prozent der 16- bis 24-jährigen Chinesen sind zurzeit erwerbslos gemeldet – ein Rekord.

Regierung will Wachstum wieder ankurbeln

Die Regierung zieht alle Register, um das Wachstum weiter anzukurbeln: Kreditbedingungen werden ebenso gelockert, wie die Beschränkungen für Investitionen in den Immobilienbereich. Das mag an vielen Stellen zu kurzfristig gedacht sein, dennoch wird so die Wirtschaft im dritten Quartal wieder deutlich besser dastehen. Das 5,5%-Ziel bleibt aber wohl außerhalb der Reichweite. Schon jetzt liegen die Wachstumsraten China unterhalb der von den USA.

Fazit: China legt nach offiziellen Zahlen nur noch ein Miniwachstum vor. In einigen Bereichen gibt es zwar wieder einen Lichtblick. Doch das starre autokratische Regime hat nicht nur wirtschaftlich seinen Zenit überschritten. Mit dem klaren Schulterschluss zu Moskau hat sich Peking in eine ideologische Sackgasse manövriert. Während China-Aktien in der Vergangenheit immer gut waren für starke Kursgewinne, muss man lohnenswerte China-Aktien heute mit der Lupe suchen.