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Aeon – Harakiri nicht nötig

Aeon – Harakiri nicht nötig
beeboys / stock.adobe.com
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Das kann sich sehen lassen: Die auf Einzelhandelsgeschäfte spezialisierte japanische Holdinggesellschaft Aeon hat in den drei Monaten bis Ende Mai 2022 glänzend verdient. Der Gewinn je Aktie schnellte um fast 300 % nach oben. Dem Aktienkurs bekommt das prächtig.

Auslandsgeschäft läuft besonders gut

Aeon ist in eine Holding, die unter ihrem Dach nahezu die gesamte Palette des Einzelhandels betreibt. Von Warenhäusern über Supermärkte und Discounter bis hin zu Apotheken, Fachgeschäften und Finanzdienstleistern reicht die lange Liste der Tochtergesellschaften. Aeon macht nicht nur im Stammland Japan seine Geschäfte, sondern auch in China und in anderen asiatischen Ländern.

Das internationale Geschäft expandiert deutlich, mit einem Umsatzzuwachs von über 10 % im ersten Jahresviertel 2022/2023. Es trug knapp ein Fünftel zu den gesamten Verkaufserlösen bei, obwohl einige der 22 Einkaufszentren  in China wegen der Lock Downs zeitweise schließen mussten.

Umsatzplus eher mäßig

Konzernweit kletterte der Umsatz im Auftaktquartal des bis Ende Februar 2023  laufenden Geschäftsjahrs wesentlich verhaltener als die Gewinne. Er verbesserte sich nur um 2,3 % auf gut 2,2 Billionen Yen. Das Ergebnis je Aktie sprang jedoch um rund 283 % auf 22,88 Yen nach oben. Damit hat die Holding im ersten Vierteljahr bereits fast so viel verdient wie im gesamten vergangenen Geschäftsjahr 2021/2022. Damals erreichte der Gewinn je Aktie 30,02 Yen. – nach einem Verlust von 16,02 Yen 2020/2021.

Einkaufszentren als Investitionsschwerpunkte

Von den sieben Geschäftsfeldern der Holding ging der Umsatz – neben dem Auslandsgeschäft – insbesondere bei der Entwicklung neuer Einkaufszentren und im Bereich Gesundheit und Wellness kräftig nach oben. Die Zuwächse dort konnten die Einbußen bei den Discountern und den Finanzdienstleistern mehr als wettmachen.

Insgesamt zogen die Investitionen in der Holding um fast 17 Prozent auf 82 Milliarden Yen an – immerhin knapp 4 % des Umsatzes. Investiert wird vor allem in Einkaufszentren. Aeon will im laufenden Geschäftsjahr zwei neue Standorte eröffnen und bei weiteren neun die Renovierungen beenden. Die Zukunftspläne reichen aber noch weiter: Bis 2026 will das Management weltweit stark investieren und bei der Entwicklung von Einkaufszentren zu den international führenden Unternehmen aufsteigen.

Aktienkurs zieht deutlich an

Der Aktienkurs von Aeon hat sich nach Bekanntgabe der Daten an der Frankfurter Börse um knapp 5 % auf Kurse um 17 Euro verbessert. Internationale Analysten sehen die Anteilsscheine überwiegend als „Kauf“ mit einem mittleren Kursziel von 1823 Yen. Das sind knapp 10 % mehr als der aktuelle Kurs an der Tokioter Börse.