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Arista Networks – Robuster Techi

Inhaltsverzeichnis

Zu den wenigen Tech-Titeln, die seit Jahresbeginn nicht unter die Räder gekommen sind, zählen Arista Networks. Weshalb eigentlich?

Was macht es Arista Networks?

Das Unternehmen ist noch vergleichsweise jung und hat gerade mal 18 Jahre Historie hinter sich. Gegründet wurde die Firma im Oktober des Jahres 2004 durch Andreas von Bechtolsheim und David Cheriton. Verwaltungssitz ist Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien.

Ja, Arista Networks ist ein Technologiewert wie aus dem Bilderbuch. Kern-Asset ist ein Produkt, das Router und Switches miteinander kombiniert – im Jargon: ein sogenannter Layer-3-Switch. Herzstück dieser Switches ist das Betriebssystem EOS, das auf Linux-Basis läuft. Wichtigster und größter Konkurrent ist das Technologie-Mammut Cisco Systems.

Top-Zahlen für Q3

Klar, es geht immer besser. Doch viel besser wohl nicht. Erst recht nicht angesichts des seit Monaten nicht gerade einfachen wirtschaftlichen Umfelds. Also: Arista Networks haben im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres Umsatzerlöse von 1,18 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet – rund 57 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als die Umsätze knapp 750 Millionen Dollar betrugen. Auch der Gewinn je Aktie legte kräftig zu – von 0,74 Dollar im Vorjahresquartal auf aktuell 1,25 US-Dollar.

Feine Zuwächse auch gemessen an den vorherigen Analystenschätzungen. Die Glaskugel-Gemeinde hatte nämlich Umsatzerlöse von 1,06 Milliarden Dollar geschätzt und einen Gewinn je Aktie von 1,04 Dollar. Mehr als ordentlich, was Arista Networks da abgeliefert hat. Daran dürfte sich wohl im 4. Quartal des laufenden Geschäftsjahres kaum etwas ändern. Die Chefetage rechnet mit Umsatzerlösen zwischen 1,175 und 1,2 Milliarden Dollar.

Arista Networks Aktie jetzt kaufen?

Tatsächlich gibt es einige gute Nachrichten, abgesehen vom Umsatz- und Gewinnplus, die Investoren zuversichtlich stimmen. Als erstes ein Blick zurück auf die Aktienkursentwicklung in den vergangenen Jahren. Anleger können damit durchaus zufrieden sein.

Denn seit 2017 legten die Papiere alles in allem rund 170 Prozent zu, in den vergangenen drei Jahren sogar nahezu 190 Prozent. Schaut man sich den Chart an, so gab es längerfristig nur eine Richtung: aufwärts. Ehrlicherweise sei an dieser Stelle auch auf den Abtaucher im Frühjahr dieses Jahres hingewiesen.

Denn vom historischen Hoch Anfang November 2021 bei 148 US-Dollar dropte der Aktienkurs bis Mitte Juni dieses Jahres auf knapp 90 Dollar. Das ist, zum Glück, Schnee von gestern. Denn mittlerweile haben die Anteilsscheine wieder ihren Kursbereich von knapp 127 Dollar erreicht.

Nun ein Blick auf die Bewertung, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis. Dieses schätzen Analysten im laufenden Geschäftsjahr auf im Schnitt knapp 33, im Jahr 2023 gut 28. Für einen Technologiewert scheint die Aktie also nicht overpriced. Meine Meinung: Langfristig orientierte und zugleich risikobewusste Anleger legen sich eine Handvoll Arista Networks Aktien ins Depot. Idealerweise nach dem nächsten Rücksetzer…