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Anta und Vail Resorts: Profiteure der Olympischen Winterspiele?

Inhaltsverzeichnis

Rund um die Olympischen Winterspiele in Peking gab es schon eine Menge Kritik. Menschenrechtler äußerten beispielsweise ihren Unmut über den Einsatz einer uigurischen Fackelträgerin bei der Eröffnungsfeier. Sie sprachen von einer „schändlichen“ Propaganda-Aktion.

Trotz manchem Einwand bleibt die Faszination Olympia bestehen. Allein in Deutschland sahen durchschnittlich 3,77 Millionen Interessierte die Eröffnungsfeier im ZDF. Das waren deutlich mehr Zuschauer als bei der Auftaktzeremonie der Sommerspiele in Tokio vor knapp einem halben Jahr. Der Wintersport genießt aktuell eine hohe Aufmerksamkeit und als Anleger könnten Sie sich vielleicht fragen, ob auch die Börse direkt oder indirekt von den Olympischen Winterspielen profitiert.

Die Olympischen Winterspiele und die Börse

Interessant sein könnte beispielsweise eine Investition in die Aktie des chinesischen Sportkonzerns Anta (WKN: A0MVDZ), der weltweit zum drittgrößten Sportkonzern aufgestiegen ist und als offizieller Partner der Olympischen Winterspiele die Uniformen der chinesischen Sportler herstellte. Das Unternehmen hat einen Börsenwert von 43 Milliarden US-Dollar und ist damit nicht mehr weit entfernt von Adidas mit einem Börsenwert von 52 Milliarden US-Dollar. Spitzenreiter mit einem deutlichen Vorsprung bleibt jedoch Nike mit 200 Milliarden Börsenwert.

Anta ist für Sie als Anleger spannend, weil das Unternehmen die Kernmarke international ausrollen will und dafür zum Beispiel einen Sponsoring-Vertrag mit NBA-Star Klay Thompson abgeschlossen hat. Darüber hinaus gehören Anta 53 Prozent von Amer Sports aus Finnland. Dieser Name sagt Ihnen vielleicht nichts, bestimmt aber die Sportartikelnamen, wie Wilson, Salomon, Atomic oder Peak Performance, die Amer Sports führt.

Mit einer Investition in Anta wären Sie ganz nah dran an den Olympischen Winterspielen. Ein Nachteil ist allerdings das KGV von 30, die Aktie ist also relativ teuer.

Aktionär eines Skigebiets werden

Wer eher allgemein auf den Wintersport setzen will, der sich nach den Olympischen Winterspielen zunehmender Beliebtheit erfreuen könnte, sollte einen Blick auf die Skigebiete werfen. In Europa sind Skigebiete nicht an der Börse notiert, wohl aber in den USA.

Vail Resorts (WKN: 905285) betreibt beispielsweise 37 Skigebiete in Nordamerika und hält damit einen Marktanteil von 20 Prozent. Zusätzlich führt das Unternehmen in Australien drei der größten Skigebiete.

Die meisten Skigebiete von Vail Resorts gehören der Firma selbst. Vorteilhaft ist, dass das Unternehmen sich wenig Gedanken um neue Konkurrenten machen muss. Denn: Aufgrund hoher Umweltauflagen fällt es schwer, neue Skigebiete zu eröffnen.

Deshalb gilt: Sollte Skifahren nach den Olympischen Winterspielen beliebter werden, wächst Vail Resorts quasi automatisch. 60 Prozent der Umsätze werden mit den Tickets der Skilifte generiert, ein hochprofitables Geschäft, das sich mehr und mehr zum Abo-Modell entwickelt. 60 Prozent der Liftumsätze fallen nämlich inzwischen auf den Verkauf von Saisonpässen. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 lag der Anteil der Pässe noch bei 30 Prozent. Wie Anta ist aber auch Vail Resorts nicht gerade günstig. Die Marktkapitalisierung liegt bei 12 Milliarden US-Dollar. Das entspricht dem 6-fachen des Umsatzes.