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AngloGold Ashanti – Nicht alles Gold, was glänzt

Inhaltsverzeichnis

Trotz  gestiegener Goldpreise hat der südafrikanische AngloGold Ashanti-Konzern in den ersten drei Monaten 2023 enttäuschend wenig verdient. Aber ab dem zweiten Halbjahr soll alles viel besser werden.

Goldpreis je Unze klettert leicht

Gold gilt als Krisenmetall schlechthin, das zeigt sich einmal mehr seit dem vergangenen Jahr. Private Anleger bevorzugen, so die Ergebnisse von Meinungsumfragen, physisches Gold. Das sind vor allem Bullion Coins wie der Maple Leaf, Krügerrand oder der American Eagle. Es soll sogar nicht wenige Zeitgenossen geben, die jeden zweiten Tag irgendeinen Goldpreis Rechner im Internet anwerfen, um zu überprüfen, ob sie nun reicher oder ärmer geworden sind. Wer indes als Investor weitaus flexibler sein möchte als ein Münzen- oder auch Barren-Horter setzt auf Goldminen Aktien.

Mit Goldminen in 10 Ländern in den Kontinenten Afrika, Amerika und Australien gehört AngloGold Ashanti zu den drei größten Edelmetallproduzenten der Welt. Das Unternehmen, das 2004 aus dem Zusammenschluss der ghanaischen Ashanti Goldfields und der südafrikanischen AngloGold  entstanden ist, hat  im ersten Quartal 2023 mit durchschnittlich 1885 Dollar je Feinunze Gold zwar mehr erlöst als ein Jahr zuvor mit  1881 Dollar. Da jedoch die durchschnittlichen Förderkosten viel stärker geklettert sind als die erzielten Preise, blieb unter dem Strich sehr viel weniger Gewinn übrig als in den ersten drei Monaten 2022.

Die Cash-Kosten je Feinunze sind von 1041 Dollar auf 1204 Dollar nach oben geschnellt, die Gesamtkosten je Feinunze sogar von 1405 Dollar auf 1619 Dollar. Die höheren Aufwendungen kamen vor allem durch inflationsbedingt gestiegene Input-Kosten sowie höhere staatliche Abgaben aufgrund des gestiegenen Goldpreises zustande.

Fördermenge nimmt ab, Kosten klettern

Da gleichzeitig die Fördermenge im Vergleich zu 2022 leicht zurückging – von 588 000 Unzen auf 584 000 Unzen – sackte der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 438 Millionen Dollar auf nur noch 320 Millionen ab. Das ist ein sattes Minus von mehr als einem Viertel. Gleichzeitig ging die Nettoverschuldung von 917 Millionen Dollar auf 1,13 Milliarden Dollar steil nach oben.

In den einzelnen Goldminen verlief die Produktion stark unterschiedlich. Während der Output in den Ashant-Minen in Ghana kräftig kletterte, nahm er in den brasilianischen Bergwerken und anderen Minen zum Teil deutlich ab.

Ungeachtet der schwachen Ergebnisse des ersten Quartals bleibt AngloGold Ashanti jedoch optimistisch, was das gesamte Jahr 2023 angeht. Das Management bestätigt das Produktionsziel von 2,45 bis 2,61 Millionen Unzen Gold und will die durchschnittlichen Cash-Kosten auf 1050 bis 1120 Dollar je Unze drücken. Das soll dadurch gelingen, dass die Input-Preise weiter sinken und vor allem in der zweiten Jahreshälfte erheblich unter dem Niveau der ersten drei Monate liegen sollen.

Zudem rechnet AngloGold Ashanti ab der Jahresmitte mit einer merklichen Zunahme der Goldproduktion. Und nicht zuletzt soll ein bis Ende 2024 laufendes Effizienzprogramm erste positive Ergebnisse liefern.

Kurs kollabiert um 10 Prozent

Die Aktie von AngloGold Ashanti stürzte nach den Zahlen ab. Im deutschen Nachmittagshandel pendelte sich das Minus bei rund 10% auf Kurse um 22,60 Euro ein. Vor gut einer Woche hatte der Anteilsschein noch 27,20 Euro gekostet – also rund 20% mehr. Vor den Ergebnissen des ersten Quartals hatten zwei Analysehäuser die Aktie als Kauf und vier als Halteposition eingestuft. Verkaufsempfehlung gab es keine.