Air Liquide: Wasserstoff-Basisinvestment aus Frankreich
US-Präsident Donald Trump hält die Aktienmärkte weiterhin im Würgegriff. Auch heute dominieren angesichts der jüngsten Zoll-Drohungen von Trump und weiteren Provokationen im Zusammenhang mit seinen Grönland-Plänen rote Vorzeichen an den Börsen.
An solchen Börsentagen sollten Sie das Thema Börse nicht einfach verdrängen. Im Gegenteil! Die fallenden Kurse belasten zwar bestehende Positionen, bieten Ihnen aber auch günstige Einstiegsgelegenheiten.
Wenn Sie in den wachsenden Wasserstoff-Markt investieren wollen, können Sie dies aktuell zu günstigen Kursen beim Air Liquide tun. Der Konzern mit Sitz in Paris ist einer der weltgrößten Anbieter technischer Gase.
Das Unternehmen deckt gleich mehrere Megatrends ab. So liefert das Unternehmen beispielsweise Raketentreibstoff an die stark wachsende Weltraumfirma SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk. Darüber hinaus ist Air Liquide einer der weltweit führenden Wasserstoff-Produzenten und -Lieferanten.
Das Geschäftsmodell in der Übersicht
Air Liquide ist mit seinen knapp 66.500 Mitarbeitern in 60 Ländern aktiv und beliefert mehr als vier Millionen Kunden und Patienten: angefangen bei kleinen Handwerksbetrieben bis zu multinationalen Großkonzernen.
Die Franzosen verkaufen zum Beispiel Argon, Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff an Kunden aus der Chemieindustrie, der Elektronikbranche, der Stahlherstellung, dem Autobau, der Halbleitertechnik sowie nicht zuletzt der Pharmabranche und der Gesundheitsversorgung.
Etwa zwei Millionen Menschen mit Lungenerkrankungen bekommen Sauerstoff von Air Liquide nach Hause geliefert. Wer Stahl erzeugen, Lebensmittel unter Schutzatmosphäre verpacken, Arzneimittel sicher herstellen oder Halbleiter in Reinräumen produzieren möchte, setzt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Lösungen von Air Liquide.
Wasserstoff und Raketentreibstoff im Fokus
Blicken wir im Detail auf das Wasserstoff-Portfolio und die Aktivitäten als Produzent und Lieferant von Raketentreibstoff: Zusammen mit Linde, Mercedes, OMV, Shell und Total hat Air Liquide die H2 Mobility GmbH gegründet, um der Wasserstoff-Technologie zum Durchbruch zu verhelfen.
Die These: Ohne Infrastruktur (Betankungsanlagen) kann sich die Brennstoffzelle (Wasserstoff) nicht flächendeckend durchsetzen. Gemeinsam mit dem Ölkonzern Total Energies will Air Liquide ein europäisches Netz von Wasserstoff-Tankstellen für Lkw aufbauen. Entlang der Hauptverkehrsrouten sollen mehr als 100 Tankstellen für wasserstoffbetriebene Lkw entstehen.
Die Franzosen decken alle Schlüsselsegmente (Tankstellen, Elektrolyseure, Infrastruktur) ab. Zudem gehört Air Liquide bei so genannten Carbon-Capturing-Lösungen, mit denen sich CO2-Emissionen verringern lassen, zu den technologisch führenden Anbietern.
Kommen wir zum Thema Raketentreibstoff: Kaum eine Rakete in der westlichen Welt hebt ohne die Produkte von Air Liquide ab. Das Unternehmen liefert flüssigen Sauerstoff (LOX) und Wasserstoff (LH2), die Kernkomponenten moderner Raketenantriebe. Seit über 60 Jahren ist das Unternehmen ein zentraler Partner der europäischen Raumfahrt. Damit dürfte Air Liquide auch vom SpaceX-Boom profitieren.
Solide Aktie mit stetig steigender Dividende
Die Air-Liquide-Aktie wird Sie nicht über Nacht reich machen. Sie ist für mich vielmehr ein dividendenstarkes Basisinvestment. Seit der Jahrtausendwende hat das Unternehmen den Umsatz um durchschnittlich 5,2%, den Gewinn je Aktie um 6,8% und die Dividende um 8,7% pro Jahr gesteigert – langweilig, aber gut.