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Adobe: Können gute Quartalszahlen die Anleger beruhigen?

Inhaltsverzeichnis

Der Aufschrei war groß, als Adobe Mitte September die 20 Milliarden schwere Übernahme des Konkurrenten Figma bekanntgab.
Viel zu teuer sei der Deal, so der eindeutige Tenor.
Schließlich zahlt Adobe für Figma etwa den 50-fachen Jahresumsatz. Üblich ist weit weniger.

Und so ging die Adobe-Aktie auch prompt nach Bekanntwerden der Nachricht in einen Sturzflug über und gab innerhalb von zwei Tagen fast 20 % an Wert ab.

Die Figma-Übernhahme ist ein genialer Schachzug

Auch wenn der Preis sehr hoch angesetzt sein mag: Ich finde den Schachzug von Adobe genial – so genial, dass ich die Aktie nach Bekanntwerden des Deals sofort auf die Aktien-Wunschliste von Lehne’s Megatrends gesetzt habe.
Auf dieser Liste sind Aktie, die ich im Verlauf dieses Bärenmarkts gemeinsam mit meinen Lesern in der Nähe ihrer Tiefs günstig einsammeln will, weil ich überzeugt bin, dass sie in ein paar Jahren deutlich höher stehen.

Was gefällt mir am Figma-Deal?
Adobe stellt die Standardsoftware für Grafik-Designer her und hat in diesem Bereich einen „Burggraben“: Wer professionell in der Branche arbeitet und Dateien mit anderen Designern austauschen will, kommt um Adobe Photoshop und andere Anwendungen aus der Creative Cloud von Adobe nicht herum.

Der einzige ernstzunehmende Konkurrent wird in Adobe integriert

Mit Figma tauchte nun erstmals ein ernstzunehmender Konkurrent auf.
Die Designplattform läuft komplett in der Cloud und ermöglicht eine perfekte Zusammenarbeit von Teams.
Figma wuchs zuletzt so schnell, dass es dem Management von Adobe Sorgenfalten bereitete.

Mit dem teuren Deal ist das Problem nicht nur aus der Welt geschafft, sondern Adobe profitiert künftig sogar von den Stärken des Unternehmens.

Einen Teil des Kursrückgangs von Mitte September konnte die Adobe-Aktie schon wieder wettmachen.
Jetzt ist die Frage: Kann Adobe mit seinen Quartalszahlen die Anleger beruhigen?
Denn diese werden am Donnerstag nach Börsenschluss verkündet.

Charttechnisch ist Adobe in einem klaren Abwärtstrend

Quelle: Aktien Screener

Charttechnisch sieht es derzeit noch nicht gut aus für Adobe.
Die Aktie befindet sich in einem Abwärtstrend, notiert unterhalb der rot geschwungenen 200-Tage-Linie und hat mit den Tiefs vom Juni einen dicken Widerstand vor sich, von dem die Kurse schon zwei Mal nach unten abgeprallt sind (rotes Rechteck).

Doch nach den Quartalszahlen am Donnerstag kann alles passieren, von einem Befreiungsschlag bis zu einer beschleunigten Fortsetzung des Abwärtstrends.