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Adevinta – mit Online-Kleinanzeigen auf Erfolgskurs

Inhaltsverzeichnis

Der weltgrößte Betreiber von Kleinanzeigenportalen im Internet, Adevinta, hat im zweiten Vierteljahr 2022 glänzend verdient – auch dank des florierenden Bereichs eBay-Kleinanzeigen. Der Aktienkurs vollführt einen Kurssprung um 16 %.

Erst seit 3 Jahren an der Börse

Die norwegische Adevinta ist vermutlich den meisten Anlegern noch völlig unbekannt. Kein Wunder, gibt es doch das Unternehmen erst seit dem 10. April 2019. Der Schibsted-Verlag brachte an diesem Tag sein Geschäft mit Online-Kleinanzeigen in Norwegens größtem IPO seit 13 Jahren als eigenständiges Unternehmen an die Börse.

2020 gelang dem Spin-off der große Coup mit dem Kauf der eBay-Classiefieds Group. Dazu zählen die Portale eBay Kleinanzeigen und Mobile.de.  Adevinta stieg dadurch mit Internetangeboten in 14 Ländern zum größten Online-Kleinanzeigenanbieter der Welt auf.

Mobile.de und eBay Kleinanzeigen überzeugen

In zweiten Quartal 2022 konnte der norwegische Konzern seinen Wachstumskurs fortsetzen. Die Umsätze kletterten um 8 % auf 417 Millionen Euro. Unternehmenschef Antoine Jouteau führt die kräftige Expansion auf eine deutliche Erholung beim Portal mobile.de und solide Zuwächse in den anderen Bereichen zurück. Der operative Gewinn (EBITDA) legte ebenso um 8 % auf 146 Millionen Euro zu. Adiventa hat damit ertragsmäßig das etwas schwächere erste Quartal mehr als ausgeglichen.

Besonders gut unter den einzelnen Bereichen lief es bei eBay Kleinanzeigen sowie bei den Job-und Mobile-Portalen. Bei Immobilienanzeigen war das Geschäft dagegen etwas verhaltener. Für das Gesamtjahr 2022 hat Jouteau die Unternehmensprognosen bestätigt: ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich und ein EBITDA von 575 bis 600 Millionen Euro.

Aktienkurs springt um 16 % nach oben

Langfristig strebt Adevinta ein jährliches Umsatzwachstum von 15 % und eine EBITDA-Marge von 40 bis 45 % an. Beim Ertrag würde das einen kräftigen Sprung gegenüber der aktuellen Marge von 34,9 %, die aber immerhin um 2,6 Prozentpunkte höher lag als im deutlich schwächeren ersten Quartal 2022.

An der Börse wurden die Zahlen der Norweger sehr gut aufgenommen, da sie besser als erwartet und als im Startquartal 2022 ausgefallen sind. Der Kurs schnellte um 16 % auf rund 8 Euro nach oben. Er liegt damit aber immer noch deutlich unter dem Rekordkurs, der vor  genau einem Jahr mit  knapp 18 Euro erreicht worden war.