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1 Jahr Rekordinflation – ein Resümee und was Sie tun sollten

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Hohe Preise begleiten uns inzwischen seit über einem Jahr. Im Dezember 2021 knackte die Teuerungsrate erstmalig die 5-Prozent-Hürde. Ein Wert, den wir heute begrüßen würden. Damals waren Sie vielleicht schon besorgt, aber die Verunsicherung hielt sich noch in Grenzen, zumal die Europäische Zentralbank beruhigte. Die Inflation würde sich bereits zu Beginn des Jahres 2022 wieder entspannen, hieß es. Das von der EZB angepeilte 2-Prozent-Ziel könnte schnell erreicht werden.

Weder die EZB noch Ökonomen sahen vor gut einem Jahr die Notwendigkeit, mit Zinsen die hohe Inflationsrate zu bekämpfen. „Die EZB täte wirklich gut daran, ganz cool zu bleiben und das zu tun, was die meisten Experten tun, das Phänomen beobachten. Ich würde Entwarnung geben und ich würde auch Wetten eingehen, dass wir Ende 2022 wieder eine Inflationsrate von unter zwei Prozent haben“, sagte laut tagesschau.de beispielsweise Martin Lück vom weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock vor ungefähr einem Jahr.

Statt Rückgang auf 2 % ein Anstieg auf 10 %

Heute wissen wir, dass diese Prognose für die Tonne war. Die Inflation hat sich komplett gegenläufig entwickelt. Statt sich zu halbieren hat sich die Teuerung im letzten Jahr verdoppelt und steht jetzt bei einem historischen Rekordwert von rund 10 Prozent.

Hätten die Experten diese Entwicklung erahnen können? Fakt ist, dass die eine oder andere Entwicklung heruntergespielt wurde. Anfang 2022 gab es verschiedene Warnsignale, die darauf hindeuteten, dass die hohen Preise länger anhalten könnten. Wegen der Corona-Pandemie waren die Lieferketten massiv gestört, was die Unternehmen nicht einfach so wegstecken konnten. Die Auswirkungen sind in einigen Firmen immer noch zu spüren, obwohl die Corona-Pandemie in Deutschland inzwischen für beendet erklärt wurde.

Weil die Lieferketten ins Stocken gerieten, explodierten die Preise für Vorprodukte. Die Unternehmen hatten gar keine andere Wahl: Sie mussten einen Teil an ihre Kunden weiterreichen.

Diese dramatische Entwicklung hätten Volkswirte auf dem Schirm haben können, nicht aber den Ukrainekrieg. Der russische Angriff kam unverhofft und trieb die Energiepreise nach oben. Eine Megawattstunde Gas kostete an der europäischen Börse zeitweise über 300 Euro. Das hatte es zuvor noch nie gegeben.

Inflation auf breiter Basis

Inzwischen ist die Inflation in allen Lebensbereichen angekommen. Die Preise für Lebensmittel und Energie sind gestiegen, aber auch die Kerninflationsrate, welche eben diese Preise herausrechnet, da sie stärkeren Schwankungen unterworfen sind.

Wie schon Anfang letzten Jahres versuchen auch jetzt die Experten zu beruhigen. Immerhin stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Preise langsam ihren Höhepunkt erreicht haben, sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka-Bank auf tagesschau.de. „Deswegen sind wir bei den höchsten Inflationsraten sicher über den Berg, aber beim ganzen Inflationsproblem sicher nicht. Erst, wenn die Inflationsraten auf zwei Prozent runtergehen, ist das Problem überstanden.“

Prognosen werden also zögerlicher getroffen und man ist sich einig: Die hohe Inflation wird uns noch eine Weile erhalten bleiben. Die EZB erwartet für 2023 einen Wert von 6 Prozent, die Bundesbank und die Wirtschaftsweisen prognostizieren sogar 7 Prozent. Zur Begründung heißt es, dass die Energie teuer bleiben wird und dass die Unternehmen einen Teil der Lohnerhöhungen weitergeben werden.

Wie Ihnen der Inflationsausgleich gelingt

Die EZB will zwar mit höheren Zinsen die hohe Inflation bekämpfen, aber die Wirkung lässt auf sich warten. Selbst wenn die Inflation schon bald wieder zurückgeht, bleibt ein herber Wohlstandsverlust zurück. Ein Wohlstandsverlust, den Sie dringend ausgleichen sollten. Das geht – mit den Empfehlungen aus Sicheres Geld, dem Beratungsdienst für sicherheitsbewusste Anleger, die aktiven Vermögensschutz wollen.