Das ist keine echte Erholung
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 16. September 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Wie ist es möglich, dass eine Verbraucherwirtschaft wächst, wenn die Verbraucher weniger ausgeben? Es ist natürlich nicht möglich. Das ist keine echte Erholung... es ist eine Möchtegern-Erholung. Ein Betrug.
Während der Privatsektor seine Schulden abbezahlt, fügt der öffentliche Sektor in einem gewaltigen Ausmaß neue Schulden hinzu - ungefähr 150 Milliarden Dollar im Monat. Die öffentlichen Ausgaben sind aber nicht das gleiche wie die privaten Ausgaben. Das Geld wird normalerweise für Dinge ausgegeben, die die Leute nicht kaufen würden, wenn man ihnen eine Wahl lassen würde.
Und damit einher geht ein großes Risiko - das Risiko, dass die Regierung ihren Weg aus der Verschuldung über Inflation wählt anstatt die Schulden abzuzahlen.
Regierungsausgaben bringen keinen dauerhaften, echten Wohlstand. (Wenn es so wäre... wäre es sehr leicht, die Menschen reich zu machen: Die Regierungen lieben es, Geld auszugeben!) Es mag so aussehen, wie eine Erholung. Es hat leuchtende Tragflächen und reizend anmutende Stewardessen. Aber es fliegt nicht.
Schlechte Noten für die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
Das Weltwirtschaftsforum hat die Vereinigten Staaten von Platz eins vertrieben. Amerika ist heute nicht mehr das wettbewerbsfähigste Wirtschaftssystem der Welt. Der Titel gebührt jetzt der Schweiz.
Gleichzeitig ist das amerikanische Bankensystem auf Platz 109 der Welt - knapp unter Tansania.
Mehr als eine von vier Banken aus Amerika hat ein unprofitables Quartal gemeldet", sagt Dan Amoss.
Die amerikanischen Banken sind in den Blasenjahren zu stark fremdverschuldeten Kasinos geworden. Sie haben immer noch eine hohes Maß der Fremdverschuldung... und versuchen immer noch, die glorreichen Tage wieder aufleben zu lassen, in denen die Spieler Schlange standen, um das Rad drehen zu dürfen... und in denen Freigetränke wie die Niagarafälle sprudelten.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Herbert Wettengel (16.09. 2009 10:42 Uhr):
Sie haben völlig recht!Die Frage ist doch wie raus aus dieser Spirale. Meiner Ansicht ist das kapitalistische System in der globalisierten Welt nicht funktionsfähig.Der zwingende Kreislauf von Produktion-Konsumtion-Investition ist schon lange zerstört.Wenn sich die Wirstschaft incl.Finanzen weltweit frei bewegen können mit dem einzigen Ziel Maximalprofite zu erzielen,kann das ohne Unabhängige weltweite Kontrolle nicht funktionieren.Wenn die Banken und Konzerne ihre Wirtschaftsprüfer selbst bezahlen ebenfalls nicht.Die demokratischen Kräfte sollten ihre Regierend zwingen das "Freie Spiel der Kräfte" wieder herzustellen und eine kompetente Bürgerkontrolle darüber wachen lassen.
Antworten - Kommentar von Annette Rech (16.09. 2009 13:53 Uhr):
und wenn der Staat unser Geld ausgibt für Dinge, die wir gar nicht selbst kaufen würden, schafft er Kapazitäten an den falschen Stellen. Das hat später wieder schmerzliche Anpassungsprozesse zur Folge.
Antworten - Kommentar von Dietmar Funk (16.09. 2009 17:06 Uhr):
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang den "Rohstoffreport 1909" von www.boerse-go.ag. Müssen wir infolge der massiven Fed- Aufkäufe von US-Staatsanleihen das Schlimmste befürchten? MFG D.Funk
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