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Gebert-Indikator liefert neues Signal für den DAX

Inhaltsverzeichnis

Wenn Sie deutsche Aktien mögen, aber über keine Glaskugel verfügen, dann habe ich heute einen ganz wertvollen Tipp für Sie. Denn es gibt tatsächlich einen recht zuverlässigen langfristigen Signalgeber für den deutschen Aktienmarkt: den Gebert-Indikator.

Mit dem Indikator war in den vergangenen Jahrzehnten langfristig eine deutliche Outperformance gegenüber einer ständigen Investition im DAX möglich.

Den Signalgeber schauen wir uns heute einmal genauer an, denn es beginnt ein neuer Monat. Zu Beginn eines neuen Monats kann sich immer ein neues Signal bilden.

Der aktuelle Stand des Gebert-Indikators im November

Den aktuellen Stand der einzelnen Komponenten des Gebert-Indikators zeigt Ihnen meine folgende Übersicht:

1.    Leitzins: Da die EZB zuletzt (nämlich im Jahr 2016) die Zinsen (genauer: den Hauptrefinanzierungssatz) gesenkt hat, gibt es für dieses Kriterium unverändert einen Punkt.

Ergebnis: 1 Punkt.

2.    Inflationsrate: Die HICP-Inflationsrate für die Eurozone lag zuletzt (im September) bei +3,4 Prozent und damit höher als ein Jahr vorher (-0,3 Prozent). Damit gibt es für die Inflationsrate weiterhin keinen Punkt.

Ergebnis: 0 Punkte.

3.    EUR/USD-Wechselkurs: Der Euro-Dollar-Wechselkurs lag Ende Oktober bei 1,1560 und damit niedriger als ein Jahr zuvor (1,1648). Damit gibt es für das Wechselkurskriterium des Gebert-Indikators weiterhin einen Punkt.

Ergebnis: 1 Punkt.

4.    Saisonalität: Da wir uns innerhalb des saisonal günstigen Zeitraums zwischen 1. November und 30. April befinden, gibt es für den Teilindikator Saisonalität ab sofort wieder einen Punkt.

Ergebnis: 1 Punkt.

Indikator: Erstes Kaufsignal für den DAX seit 6 Monaten!

Damit ergeben sich für den Gebert-Indikator im November wieder drei Punkte (statt vorher zwei) von insgesamt möglichen vier. Sobald der Indikator auf 3 oder vier Punkte kommt, heißt das, dass Anleger im DAX investiert sein sollten. Bei zwei Punkten wird die momentane Positionierung beibehalten, bei einem Punkt entsteht ein Verkaufssignal.

Wir haben somit erstmals seit einem halben Jahr nun wieder ein (langfristiges) Kaufsignal im DAX! Zuletzt war der Signalgeber im Mai 2021 auf nur noch einen Punkt und damit auf ein Verlaufssignal gesprungen. Das ändert sich jetzt im November mit einem neuen Kaufsignal.

Tatsächlich war für DAX-Anleger seit April durch eine lange Seitwärtsphase nicht viel zu holen. In den vergangenen Wochen zogen die Notierungen aber wieder an. Mit dem Kaufsignal des Gebert-Indikators im Rücken könnte die Chancen auf eine spürbare Jahresendrally selbst beim vergleichsweise schwachen DAX nun steigen.

Das neue Kauf-Signal könnte sogar bis mindestens Ende April 2022 Bestand haben. Denn um ein neues Verkaufs-Signal zu liefern, müsste die Gesamtpunktezahl auf eins sinken, was voraussichtlich nur über die Saisonalität und den Wechselkurs gelingen könnte.

Fazit

Der Gebert-Indikator liefert für November das erste Kaufsignal seit sechs Monaten. Anleger in deutschen Aktien, die dem Gebert-System folgen, steigen nun wieder in den DAX ein.