Depression am US-Arbeitsmarkt
Martin Weiss in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 5. Oktober 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Gerade nach den jüngsten (sogar offiziellen) Zahlen zum US-Arbeitsmarkt wird wohl letztlich auch den größten Bullen klar sein, dass das Ende der Weltwirtschaftskrise noch nicht annähernd in Sichtweite ist. Die Lage am US-Arbeitsmarkt ist und bleibt dramatisch. Fakt ist, dass die September-Zahlen eher auf eine Depression als auf Erholung hindeuten. Die offizielle Arbeitslosenquote liegt zwar bei 9,8 Prozent. Jedoch liegt die wahre Quote doppelt so hoch, wenn man auch all diejenigen miteinbezieht, die durch diverse Maßnahmen der Regierung (z. Bsp. das Entfernen der entmutigen Arbeitslosen aus der Statistik) nicht mehr in der offiziellen Statistik auftauchen.
Ja, im September diesen Jahres gingen 263000 Arbeitsplätze in den USA offiziell verloren. Im Konsens wurde ein Minus von 180000 erwartet.
Sieht so das Ende einer Rezession und der Beginn eines Aufschwungs in einem Land aus, in dem zwei Drittel des BIPs vom privaten Konsum abhängen?