AstraZeneca: Studienflop kratzt an 80-Milliarden-Ziel

AstraZeneca: Studienflop kratzt an 80-Milliarden-Ziel
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Der britisch-schwedische Pharmagigant AstraZeneca muss auf dem Weg zu seinen ambitionierten Langfristzielen einen unerwarteten Rückschlag hinnehmen. Wie bekannt wurde, beendet der Konzern die Phase-3-Studie „eVOLVE-Lung02“ für seinen Krebs-Antikörper Volrustomig vorzeitig. Dieser Dämpfer wirft auf dem Parkett neue Fragen auf: Kann Konzernchef Pascal Soriot die selbst gesteckten Umsatzziele für 2030 auch ohne massive Zukäufe wirklich noch erreichen?

Studien-Aus für Volrustomig: Die Hintergründe zur eVOLVE-Lung02-Studie

In der nun abgebrochenen „eVOLVE-Lung02“-Studie evaluierte AstraZeneca den bispezifischen Antikörper Volrustomig in Kombination mit einer Chemotherapie als Erstlinientherapie bei Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC). Die Zielgruppe waren Patienten, deren Tumore eine geringe PD-L1-Expression (unter 50 Prozent) aufwiesen. Als Vergleichsarm diente die Standardbehandlung mit dem Konkurrenzprodukt Pembrolizumab (Keytruda) von Merck & Co.

Nach einer planmäßigen Datenüberprüfung zog das unabhängige Datenüberwachungskomitee (IDMC) nun die Reißleine. Die Begründung: Es sei höchst unwahrscheinlich, dass die Kombinationstherapie mit Volrustomig die primären Endpunkte – ein verbessertes progressionsfreies Überleben (PFS) oder ein längeres Gesamtüberleben (OS) – erreichen wird. Für das Onkologie-Portfolio von AstraZeneca bedeutet dieses vorzeitige Aus eine spürbare Lücke in der Pipeline.

Reaktion der AstraZeneca-Aktie (ISIN: GB0009895292)

Trotz der enttäuschenden Nachrichten aus dem Lungenkrebs-Programm hielt sich der Kursrutsch an den Börsen in engen Grenzen. Die AstraZeneca-Aktie (ISIN: GB0009895292) zeigte sich widerstandsfähig. Am heutigen Vormittag pendelte das Papier bei einem Kurs von rund 135 Euro.

Dass ein größerer Abverkauf ausblieb, liegt an ausgleichenden Erfolgsmeldungen aus dem eigenen Haus. Fast zeitgleich mit dem Volrustomig-Flop präsentierte AstraZeneca nämlich positive Phase-3-Daten zu anderen Onkologie-Hoffnungsträgern: Sowohl die SAFFRON-Studie zum Blockbuster Tagrisso als auch Ergebnisse zum Medikament Enhertu (in Kooperation mit Daiichi Sankyo) überzeugten auf ganzer Linie. Diese Erfolge demonstrieren die Breite der Pipeline und federn die Enttäuschung bei den Anlegern ab. Analysten, wie die der US-Bank JPMorgan, stufen die Aktie folglich weiterhin positiv ein und sehen den Rückschlag bei Volrustomig als ohnehin riskantes und einkalkuliertes Vorhaben.

M&A-Gerüchte: Wackelt das 80-Milliarden-Dollar-Ziel bis 2030?

Der gescheiterte Hoffnungsträger befeuert nun jedoch die Diskussionen um die langfristige Strategie des Unternehmens. CEO Pascal Soriot hat das klare Ziel ausgegeben, den Jahresumsatz bis zum Jahr 2030 auf stolze 80 Milliarden US-Dollar zu steigern.

Zuletzt hatte die Konzernführung Gerüchte über eine angebliche 400-Milliarden-Dollar-Mega-Fusion mit dem US-Rivalen Bristol Myers Squibb energisch dementiert und den Fokus auf organisches Wachstum bekräftigt. Der Ausfall von Volrustomig in dieser späten und teuren klinischen Phase zeigt jedoch, wie herausfordernd der alleinige Verlass auf die eigene Forschungspipeline ist. U

m die ambitionierte Umsatzprognose ohne externe Zukäufe zu realisieren, darf sich der Dividenden-Garant AstraZeneca künftig kaum noch weitere Ausrutscher in den fortgeschrittenen klinischen Studien erlauben. Das Vertrauen der Investoren bleibt vorerst intakt, doch der Druck auf das Management und die Forschungsabteilung ist durch diesen Studienflop unweigerlich gestiegen.

Jahreschart AstraZeneca Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com/

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.