Rheinmetall Aktie: Kursziel drastisch gesenkt

Rheinmetall Aktie: Kursziel drastisch gesenkt
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Auch am Tag nach dem drastischen Einbruch ist bei der Rheinmetall Aktie ist ein mögliches Comeback noch in weiter Ferne: Das Papier notiert aktuell bei gut 927 Euro und damit fast 21 Prozent tiefer als zum Handelsschluss am Dienstag (Stand: 25. Juni 2026, ca. 11.30 Uhr). Das Ende des Projektes der F126-Fregatten macht dem Rüstungskonzern zu schaffen.

Der Auftrag sollte das Kernstück der Marinesparte in den nächsten Jahren werden und auch die Übernahme von Naval Vessels Lürssen (NVL) im März wurde zum Teil mit den Aufgaben bei den Fregatten begründet. Einige Analysten haben nach dem überraschenden Aus bereits reagiert – Jefferies senkt das Kursziel für die Rheinmetall Aktie deutlich.

Das sind die Reaktionen der Analysten

Dass Rheinmetall nun nicht Generalunternehmer für die F126-Schiffe werden soll, werten alle Analysten bislang eindeutig als Rückschlag. Dennoch fällt die Reaktion zum Teil unterschiedlich aus. Zwei Beispiele: JPMorgan hat das Kursziel für die Rheinmetall Aktie bei 1.500 Euro mit dem Votum „Neutral“ bestätigt.

Jefferies beließ die Einstufung für das Papier zwar auf „Buy“, senkte das Kursziel allerdings sehr deutlich von 1.890 auf 1.300 Euro. Die Analysten gehen davon aus, dass die Entwicklung Folgen für den Konzern bezüglich des geplanten Auftragseingangs oder gar der mittelfristigen Umsatzprognose haben könnte.

Rheinmetall Aktie: Vertrauensverlust und zwei Lesarten

Für Anleger ist die Situation bei der Rheinmetall Aktie unübersichtlich. Wenn ein Papier in kurzer Zeit 20 Prozent einbüßt, ist durchaus ein gewisser Vertrauensverlust erkennbar. Der Milliardenauftrag der Fregatten wurde von Konzern- und Investorenseite offenbar bereits fest eingeplant. Abseits des psychologischen Faktors gibt es nun zwei Lesarten bei der Aktie.

Auf der einen Seite sitzt Rheinmetall trotzdem auf einem gigantischen Auftragsbestand und wächst deutlich. In den kommenden Jahren wird die Nachfrage nach Produkten des Konzerns sehr wahrscheinlich weiter stark steigen und dynamisches Wachstum erzeugen.

Auf der anderen Seite sind nun zumindest die Ziele der Marinesparte kaum erreichbar. Die Übernahme der Werft könnte sich ohne den Fregattenauftrag als strategischer Fehler erweisen und die jüngste Entwicklung auch die gesamten Konzernziele gefährden. Anleger sollten nun vor allem auf die kommenden Quartalszahlen achten. Rheinmetall wird wohl spätestens am 6. August erklären müssen, wie es nun bei der Marinesparte weitergehen soll.

Jahreschart Rheinmetall Aktie, Quelle: https://oct.mymarkets.com/