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Corona-Politik in Deutschland: Zögerliche Lockerungen treiben Unternehmen in die Pleite

Inhaltsverzeichnis

Überall in Europa wurden Coronabeschränkungen in großen Teilen oder ganz aufgehoben. Zuletzt sogar in „Hardliner-Ländern“ wie Frankreich oder Österreich.

Endlich soll es damit auch in Deutschland vorangehen. Allerdings nur sehr zögerlich, wie die gestrige Bund-Länder-Runde beschlossen hat. Die Corona-Beschränkungen sollen in mehreren Stufen bis Mitte März fallen.

Corona: Deutschland lockert – viel zu langsam

Doch selbst beim Lockern will man sich selbst dann immer noch einige Hintertürchen offenhalten. Und: bis zum 4. März verändert sich fast nichts, nachdem im Einzelhandel bundesweit kaum noch Beschränkungen mehr beim Zugang bestehen. Vielmehr wird dieser faktisch bereits überall durch die Länder erfolgte Schritt als neue Bundes-Lockerung verkauft.

Erst ab dem 20. März sollen dann alle tiefergreifenden Maßnahmen entfallen. Neben Kontakt- und Zugangsbeschränkungen soll dann auch die Homeoffice-Pflicht auslaufen. Die Maskenpflicht soll aber bleiben.

Epidemiologe: Umfangreiche Lockerungen sind längst überfällig

Der Virologe und Epidemiologe Professor Klaus Stöhr gilt als ausgewiesener Corona-Experte. Während seiner 15-jährigen Tätigkeit für die Weltgesundheitsorganisation war er u. a. Leiter des Globalen Influenza-Programms und SARS-Forschungskoordinator. Von 2007 bis Ende 2017 arbeitete er in der Impfstoffentwicklung und weiteren Funktionen bei Novartis. Der Mann kennt sich wirklich aus. Und er stellt der deutschen Corona-Politik ein vernichtendes Zeugnis aus.

Stöhr sieht keinen Grund für ein schrittweises und zögerliches Vorgehen. Er fordert mehr Tempo und Konsequenz bei den Öffnungen. Deutschland könne sich nicht weiter in einem Paralleluniversum bewegen.

Die Sorge vor einer Überlastung des Gesundheitssystems sei völlig unbegründet, so Stöhr weiter gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland RND.  „Deutschland hat die größte Anzahl von Intensivbetten weltweit, hat die größte Anzahl von Krankenhausbetten in Europa.“ Länder wie Schweden oder die Schweiz hätten im Vergleich zu Deutschland nur die Hälfte bis ein Viertel der Krankenhausbetten.

„Und da erwartet man jetzt, dass es in Deutschland eine Überlastung gibt, während in anderen Ländern gelockert wird, schon seit Wochen, Monaten? Ich weiß nicht, wo diese Sorge herkommt. Jedenfalls aus Zahlen und Fakten ist sie nicht begründet.“

Schweiz und Niederlande deutlich schneller

Dass es auch deutlich schneller und umfangreicher geht zeigen unsere Nachbarländer. Noch in dieser Woche sollen in der Schweiz die Zutrittsbeschränkungen für Ungeimpfte in Restaurants, Freizeit- und Kulturbetrieben oder bei Veranstaltungen fallen, meldet welt.de.

Auch die Niederlande würden die meisten Corona-Maßnahmen aufheben. So dürften ab morgen Fußballstadien, Theater, Kinos und Gaststätten wieder fast uneingeschränkt Besucher empfangen. Am 25. Februar sollen auch die Masken-Pflicht und der sogenannte Corona-Pass abgeschafft werden. Nur im öffentlichen Nahverkehr und in Flugzeugen solle noch eine Maskenpflicht gelten.

Zögerliche Lockerungen treiben Unternehmen in die Pleite

Deutschland ist bei der Rücknahme der wirtschaftlichen Einschränkungen wieder einmal viel zu zögerlich. Dabei ist eine schnelle Rückkehr zur Normalität angesichts der bereits entstandenen massiven Schäden an Wirtschaft und Gesellschaft unabdingbar. Jeder weitere Tag mit übertriebenen Einschränkungen treibt weitere Unternehmen in die Pleite.