Hauchdünn und unglaublich wertvoll: Spiegel von Zeiss

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Das Leben, wie wir es kennen, wäre ohne Microchips nicht möglich. Sie sind in Tablets und Smartphones eingebaut und spielen beispielsweise beim autonomen Fahren, Smart Home oder Elektromobilität eine wichtige Rolle.

Zur Herstellung der Chips werden spezielle Maschinen benötigt, die mit optischen Systemen von Carl Zeiss ausgestattet werden. Es geht hier um die präzisesten Spiegel der Welt. Würde man die Spiegel, die 5.000-mal dünner als ein menschliches Haar sind, auf die Fläche von Deutschland hochskalieren, würden die größten Unebenheiten weniger als einen Millimeter betragen.

Warum für die Medizinsparte ein Boom erwartet wird

Da das Geschäft mit Halbleitern boomt, wäre eine Investition in diesen Unternehmensbereich von Carl Zeiss definitiv interessant, aber leider ist diese Zeiss-Sparte nicht an der Börse, wohl aber die Medizinsparte, in der ebenfalls ein Boom erwartet wird.

Hintergrund ist der: In Deutschland gibt es immer mehr Kurzsichtige, unter anderem weil Kurzsichtigkeit durch die Arbeit an Computer-Bildschirmen und durch die häufige Nutzung des Handys begünstigt wird. Es gibt Studien, die zu dem Ergebnis kommen, dass bis 2050 jeder Zweite der Weltbevölkerung kurzsichtig sein wird.

Optiker und Augenärzte werden profitieren. Augenärzte, weil sie mit einer Laser-Behandlung die Sehschwäche korrigieren können. Und wer liefert die optischen Geräte für eine Laser-Behandlung? Richtig – das ist die Carl Zeiss Meditec (WKN: 531370). Und nicht nur das: Alle Maschinen, die für Tests beim Optiker und Augenarzt zum Einsatz kommen, können von Carl Zeiss hergestellt werden. Der Umsatz aus diesem Bereich liegt momentan bei circa 2 Milliarden Euro. Das entspricht ungefähr 75 % des Gesamtumsatzes.

Carl Zeiss Meditec AG, Quelle Aktien Screener Investor Verlag

Stark wachsendes Asien-Geschäft

Wichtigster Markt für Carl Zeiss Meditec ist China. 50 % des Gesamtumsatzes werden in Asien gemacht, 2013 war der Anteil mit rund 5 % noch verschwindend gering. Zeiss wächst in China also mit Abstand am schnellsten.

Interessant für Sie als Anlegerin oder Anleger ist, dass die Carl Zeiss Meditec Umsätze aus einer Art Abo-Modell generiert. Das Unternehmen verdient nicht ausschließlich am Verkauf der optischen Geräte, sondern darüber hinaus mit Service-Leistungen und Verbrauchsmaterialien. Diese wiederkehrenden Umsätze machen 50 % vom kompletten Umsatz aus und sind in den letzten Jahren massiv gestiegen.

Ein schnell wachsender Markt, stabile, zum Teil wiederkehrende Umsätze, komplexe Produkte, wenig Konkurrenz – das ist Musik in den Ohren eines jeden Anlegers. Einen Wehmutstropfen gibt es allerdings. Der Erfolg der Carl Zeiss Meditec blieb der Börse nicht verborgen. Das Unternehmen ist rund 9 Milliarden Euro wert. Das entspricht circa dem 30-fachen des erwarteten Gewinns.

Prüfen Sie, ob trotz der hohen Bewertung eine Investition in die Carl Zeiss Meditec für Sie interessant sein könnte.